Modellbootbauer stellen eine Menge auf die Beine – und die Leute kommen

Schau-Schippern im Langwedeler Burgbad

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Klaus-Dieter Wolk erklärte, dass sein ganz aus Aluminium gebautes U-Boot Tiefgängen bis zu 200 Metern stand hält. „Alles andere ist Risiko“, schmunzelte er.

Langwedel - Kaum dass die Freibadesaison im Burgbad zu Ende ist, strömten bereits wieder zahlreiche Besucher auf das Gelände und an die Becken. Der Grund für den Andrang am Sonntag abseits des Langwedeler Marktes: Gut 15 Aussteller aus dem Kreis der Modellbaufreunde Weichselsee präsentierten ihre Modell-Boote im Langwedeler Freibad.

„Wir sind aber kein Verein“, stellte der Sprecher der Modellbootskipper, Klaus-Dieter Wolk, der gemeinsam mit Schwimmmeister Thomas Becker das Schau-Schippern der Schiffsmodelle federführend organisiert hatte, gleich mal klar.

Zum zweiten Mal hatten Gemeinde und Freundeskreis der Modellbauer Weichselsee zu einer Ausstellung mit Booten eingeladen hatten. Und die standen dann nicht nur rum, sondern befuhren auch das Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken.

Zur Freude der Organisatoren herrschte reger Andrang bei der Modellausstellung, wobei natürlich besonders die Fahrvorführungen im Wasser mit Jachten, Rettungs-, Segel und Kreuzfahrtschiffen, Fischkuttern, Fregatten und U-Booten faszinierten, die sich rücksichtsvoll die Wasserflächen teilten.

Auch die vielen Kinder unter den Besuchern hatten ihren Spaß. Sie konnten sich beispielsweise von ferngesteuerten Schleppern im Schlauchboot durch das Wasserbecken ziehen lassen oder auch selber ein kleines Modellboot per Fernsteuerung manövrieren.

Klaus-Dieter Wolk erklärte, dass es zunächst einmal die Freude am Basteln sei, die die meisten persönlich antreibe. Beim Fahren indes zeige sich dann, ob man auch exakt genug geplant und gebaut habe.

„Es braucht nur eine winzige Ungenauigkeit und das Modell sinkt“, so Wolk, dessen Faible der U-Boot-Bau ist.

Über Preise spricht der Modellbauer nicht, nur das er locker schon mal über 1000 Stunden in den Bau eines einzigen Modells investiert.

Die viel beachtete öffentliche Veranstaltung in Langwedel kommt folglich einem Schaulaufen gleich und ist auch ideeller Lohn für die vielen im Bastelkeller verbrachten Stunden.

Und wer meint, dass die Modellboote im Grunde genommen doch meistens nur ein Männerspielzeug wären, wurde von Wolk und seinen Mitstreitern unisono eines Besseren belehrt und bekam erklärt, dass das detailgetreue Tüfteln und die Faszination an der Technik den besonderen Reiz ihres Hobbys ausmacht.

Am Ende stand jedenfalls der Wunsch nach einer Wiederholung der Veranstaltung im kommenden Jahr.

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