Miriam Voigt stellt sich St.-Sigismund-Gemeinde vor / „Mit Menschen arbeiten“

Neue Diakonin ist musikalisch

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Miriam Voigt im Gespräch mit Andreas de Vries, „Kalli“ und Lars Quittkat.

Daverden - Die evangelische St.-Sigismund-Gemeinde in Daverden hat eine neue Diakonin. Miriam Voigt kommt aus Stendal in Sachsen-Anhalt und ist 23 Jahre alt.

Sie freute sich, dass neben vielen Gemeindemitgliedern auch ihre Eltern und ihre Schwester zum „Alt bis Jung“-Gottesdienst in die St.-Sigismund-Kirche gekommen waren. Voigt stellte sich in einem Gespräch mit Pastor Lars Quittkat und dem scheidenden Diakon Andreas de Vries vor. Eine wichtige Rolle spielte dabei aber auch die wissbegierige Handpuppe „Kalli“. Der Rotschopf rang ihr das Versprechen ab, bei der Jugendarbeit in der Gemeinde sich nicht nur um die Mädchen, sondern auch um die Jungen zu kümmern.

Miriam Voigt bringt eine dreijährige Berufsausbildung für Jugend- und Gemeindearbeit an der privaten Fachschule „Malche“ in Porta-Westfalica mit, ein Doppelstudium zur Erzieherin und Gemeindepädagogin. In St. Sigismund leistet sie jetzt das Berufspraktikum, das „Anerkennungsjahr“, ab. Sie wird dabei von der Fachschule begleitet, so dass sie öfter nach Porta Westfalica fahren muss, die Lehrkräfte kommen aber auch nach Daverden, um Voigt in der kirchlichen Arbeit zu beurteilen. Erst dann ist sie eine staatlich anerkannte Erzieherin und kirchlich anerkannte Gemeindepädagogin.

Sie wolle mit Menschen arbeiten, sagte Miriam Voigt im Gottesdienst. Daher habe sie sich theologisch und sozial orientiert und ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) auf dem Dünenhof in Cuxhaven gemacht. Dieser Hof, informierte sie, werde getragen von der „Weg-Gemeinschaft“, neun Freunden, die sich zu einer christlichen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Auf Fragen von Quittkat und de Vries gab die 23-Jährige an, dass ihr Musik schon immer Freude bereitet habe. In der Familie hätten sie viel gesungen und Instrumente gespielt. Sie selbst sei am Klavier ausgebildet worden und spiele etwas Gitarre. Ihr zweites berufliches Standbein wird daher die Musikschule „Con Takte“ sein, die Andreas de Vries leitet. Dort will Miriam Voigt als Klavierlehrerin und in der musikalischen Früherziehung arbeiten.

Gefragt nach ihrem ersten Eindruck von St. Sigismund, sagte sie: „Es ist eine offene Gemeinde, und ich bin gespannt, wie es weitergeht“. Zwei Monate werden de Vries und Voigt gemeinsam die Jugendarbeit leisten, dann ist die junge Frau allein zuständig.

Bei ihrer Vorstellung wurde sie von der Gemeinde schon mit viel Beifall aufgenommen. Für den Kirchenvorstand begrüßte Kirsten Kinzer „die Neue“ und freute sich: „Nach 20 Jahren schlägt die Frauenquote wieder durch.“ Letzte weibliche Diakonin in Daverden war Helga Mohrmann, auf sie folgten Friedemann von Hammerstein, Manfred Müller und Andreas de Vries. Dessen Verabschiedung als Diakon ist im Gottesdienst am 28. Februar vorgesehen.

hu

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