Beschluss des Gemeinderates Langwedel

Millioneninvestitionen in die Feuerwehr

Der Flecken Langwedel wird in den kommenden Jahren erhebliche Summen in seine Feuerwehren investieren.
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Der Flecken Langwedel wird in den kommenden Jahren erhebliche Summen in seine Feuerwehren investieren.

Langwedel – Für seine Sitzung am Dienstagabend war der Langwedeler Gemeinderat in die Sporthalle der Oberschule gezogen: Verwaltung und Politik auf dem Parkett verteilt, fürs zahlreich erwartete Publikum war die Tribüne vorgesehen. Trotz Beratung und Entscheidung über Bebauungspläne und zwei richtig dicke Brocken aus dem Feuerwehrbereich war das Bürgerinteresse eher moderat. Vor allem Feuerwehruniformen ließen sich auf den Rängen ausmachen – und genau zu diesem Themenfeld gab es Auseinandersetzungen.

Beschlossen werden sollte der Feuerwehrbedarfsplan. 2017 hatte die Politik auf Anraten der Verwaltung beschlossen, eine Fachfirma mit der Erarbeitung eines Planes zu beauftragen, um zu ermitteln, wie es um die Feuerwehren im Flecken bestellt ist – und wie in Zukunft ein optimaler Schutz für die Bevölkerung erreicht werden kann. Nach drei Jahren wurde das Ergebnis nun (wie berichtet) der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Gutachter schlägt vor, aus derzeit sechs Ortswehren drei zu machen – für die neuen, größeren Wehren müssten neue Feuerwehrhäuser gebaut werden. In einem Investitionsplan werden in dem Plan Neuanschaffungen in Sachen Fahrzeuge aufgelistet, dazu kommt eine Mängelliste für die bestehenden Feuerwehrhäuser. Hat der Flecken Langwedel mehr als 15 000 Einwohner, ist gesetzlich die Einrichtung einer Schwerpunktfeuerwehr vorgeschrieben, hier legen die Vorschriften auch eine anspruchsvollere Ausrüstung vor, als derzeit vorhanden.

„Wir gehen davon aus, dass wir diese Marke in den nächsten Jahren erreichen“, so Bürgermeister Andreas Brandt. Der Bedarfsplan bedeute große Veränderungen im Feuerwehrbereich, eine große finanzielle Herausforderung für die Gemeinde – und werde etliche Jahre bis zur Umsetzung brauchen. „Wie sich das alles sortiert, wird sich dann zeigen“, so Brandt.

Drei Jahre lang habe man auf den Bedarfsplan gewartet, jetzt solle man binnen elf Tage das 180 Seiten starke Werk beschließen. „Warum so überstürzt?“, wollte Gero Landzettel (WGL) wissen. Der Plan weise immer noch Fehler auf. Es sei für seine Fraktion überhaupt nicht nachzuvollziehen, warum der Bedarfsplan nicht in den Ortsräten und den zuständigen Ausschüssen und vor allen Dingen unbedingt öffentlich diskutiert werden solle. „Es geht um Investitionen von zehn Millionen Euro plus X. Da hab’ ich Respekt vor. Das sollte doch wenigstens einmal alles öffentlich diskutiert werden“, pflichtete Landzettel Fraktionskollege Andreas Noltemeyer bei.

„Es geht darum, unsere Feuerwehr leistungsfähig zu halten. Die Fehler im Plan sind für die Gesamtkonstruktion nicht entscheidend“, erklärt Lars-Henrik Haase (SPD). „Unsere Feuerwehr haben lange genug auf ordentliches Arbeitsmaterial gewartet“, so Marco Bachmann (CDU). Gegen die fünf Stimmen der WGL beschloss der Rat den Bedarfsplan.

Genauso fiel auch das Ergebnis bei der Abstimmung über einen Anbau an das Feuerwehrhaus Cluvenhagen aus. Hier braucht man auf absehbare Zeit ein neues Löschfahrzeug. Das ist nicht mehr in der Größe zu bekommen, dass es in das Feuerwehrhaus passt. Mittlerweile ist man für den Anbau bei einer Kostenschätzung von 800 000 Euro angekommen. Für ein Feuerwehrhaus, das in einigen Jahren nicht mehr genutzt werden wird. Das schmerzt, war der Tenor im Rat, sei aber alternativlos, befand die Mehrheit.

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