Mein Thema des Jahres:

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ heißt eine US-amerikanische Filmkomödie. Bill Murray spielt hier einen zynischen Wetteransager, der immer wieder den gleichen Tag durchleben muss. Dabei darf aber herzlich gelacht werden.

Wieso bloß kommt mir dieser Film jetzt beim Schreiben von „Mein Thema des Jahres“ in den Kopf? Weil, im Laufe des Jahres 2017 und dann eben auch in diesem Aufsatz geht es immer wieder: um Beben.

Was gab es gleich im Februar im noch jungen Jahr im Flecken Langwedel: Jawoll, ein Erdbeben. Mittlerweile bestreitet niemand mehr ernsthaft, dass die Erdgasförderung für diese Beben verantwortlich ist.

CDU kommt nicht zur Ruhe

Auch auf politischer Ebene blieb der Flecken Langwedel 2017 nicht von Erschütterungen verschont. Allerdings war nicht der ganze Flecken betroffen. Eigentlich war es nur die CDU, die nicht zur Ruhe kam.

In der ersten Jahreshälfte noch war man recht optimistisch, den amtierenden Chef im Langwedeler Rathaus mit einem erfahrenen Kandidaten zumindest in Bedrängnis bringen zu können. Der allerdings zog dann nach ein paar Wochen seine Kandidatur wieder zurück. Niemanden aus den eigenen Reihen gegen den amtierenden SPD-Bürgermeister stellen? Ging für die Union gar nicht. Man erkor Imke Thielker als Kandidatin. Die konnte zwar kräftige Langwedeler Wurzeln nachweisen, war auch mal Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes – hatte aber so überhaupt keine Erfahrung mit der Arbeit im Gemeinderat oder einem Ortsrat.

Zu viele Beben

Dann erklärten auch noch Bijanka Müller (fraktionslos für die CDU im Rat) und Oliver Renken (FDP, mit der CDU eine Gruppe im Rat bildend), dass die Haberloher Ortsvorsteherin ebenfalls für das Bürgermeisteramt kandidieren werde. Bei dieser Kundgabe dürften die Wände gewackelt haben und gut möglich, dass so mancher Beteiligte die Folgen einer solchen Entscheidung im Vorfeld nicht richtig eingeschätzt hat. Auf alle Fälle flog erst der konservative Block im Gemeinderat auseinander, anschließend nahmen sich die Kandidatinnen gegenseitig die Stimmen weg. Allerdings, bei Betrachtung des Wahlausgangs, hätte die Vereinigung der Stimmen auf eine Kandidatin dieser auch nicht den Weg ins Bürgermeisteramt geebnet.

Im Rathaus selbst hätte ja nun eigentlich Ruhe einkehren können, tat sie aber nicht. Bauamtsleiter Frank Bethge, schon gerne mal aus den Reihen des Rates heftig angefeindet, kündigte seinen Posten bei der Gemeinde nach Jahrzehnten im öffentlichen Dienst, um in die freie Wirtschaft zu wechseln. Auch diese Nachricht löste ein (schweres) Beben aus.

Und wie geht das Jahr zu Ende? Genau, am 11. Dezember gab es mal wieder ein Beben, ein Erdbeben. Selbst wenn einem das sehr bekannt vorkam, zum Lachen war das nicht.

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