Vor zwei Jahren begonnen

35 neue Straßenlaternen: Mehr Licht im Flecken Langwedel

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Einige neue Leuchtmasten hat der Bauhof an der Wilkensstraße in Cluvenhagen installiert. 

langwedel - Von Lisa Duncan. Mehr Licht im Flecken Langwedel: Vor zwei Jahren hat die Gemeinde damit begonnen, 58 neue Lichtpunkte im Gemeindegebiet zu installieren. So sah es ein Erweiterungsplan für Straßenbeleuchtung vor. 35 dieser Straßenlaternen mit LED-Leuchten sind bis dato im gesamten Gemeindegebiet aufgestellt worden. Die Zielvorgabe an den Bauhof: Die Lampenliste soll bis Mitte 2019 abgearbeitet sein.

Früher begnügte sich die Gemeinde damit, vier bis fünf Laternen pro Jahr aufzustellen, was Kosten von etwa 15 000 Euro jährlich bedeutete. 2016 hatte die Gemeinde beschlossen, mehr Mittel für den Ausbau zur Verfügung zu stellen: Laut Sebastian Jüntgen, technischer Mitarbeiter im Langwedeler Bauamt, flossen in den vergangenen zwei Jahren rund 85 000 Euro in den Ausbau der Straßenbeleuchtung. Das schließt Masten und Verkabelung mit ein. 600 Euro entfallen dabei allein auf die Lampe, die man im Fachjargon als Ansatz- oder Aufsatzleuchte bezeichnet.

Zuvor, in den Jahren 2012 bis 2016, hatte der Flecken Langwedel die bestehenden Straßenlaternen auf LED-Technik umgestellt – und damit den Stromverbrauch auf ein Fünftel des bisherigen Rechnungsbetrags reduziert, so Jüntgen. Der Wechsel erfolgte von Leuchtmitteln mit einem Verbrauch von 80 bis 120 Watt auf energiesparende 18-Watt-LED-Leuchten vom Typ „Schreder“.

In Einzelfällen hatte der Bauhof den Lampentyp aus Kostengründen auch austauschen müssen. Die Umrüstung von Pilzleuchten, die die Umgebung rundum ausleuchten und manchmal auch Schlaglichter auf den Vorgarten werfen, hätte sich finanziell nicht gelohnt. Wo die alten Pilzleuchten für 180 Euro pro Stück ausgetauscht werden konnten, schlägt eine LED-Pilzleuchte mit 600 bis 800 Euro zu Buche.

2016 erstellte die Verwaltung gemeinsam mit den Ortsräten eine Prioritätenliste, um künftig auch die dunklen Ecken im Flecken besser auszuleuchten. Seitdem arbeitet der Bauhof diese Lampenliste Stück für Stück ab. Eineinhalb Kilometer Kabel sind laut Jüntgen in dieser Zeit verlegt worden, 700 Arbeitsstunden haben die Mitarbeiter des Bauhofs geleistet. Damit müsse man zu den oben genannten Materialkosten noch einmal etwa 28 000 Euro Personalkosten dazurechnen.

Statt einer Vollausleuchtung – salopp gesagt: alle 50 Meter eine Laterne – entschied sich die Fleckenverwaltung für eine sogenannte Orientierungsbeleuchtung, „das heißt, dass an neuralgischen Punkten, an denen man sich orientiert, etwa Kreuzungen, Lichtpunkte vorhanden sind“, erklärt Jüntgen. Eine Kompromisslösung mit einem entscheidenden Vorteil: „Der Bürger muss nicht mitbezahlen.“ Eine Kostenbeteiligung der Anwohner im Rahmen der Straßenausbaubeitragssatzung sei damit auch künftig nicht vorgesehen.

Die Lampen, die zurzeit unter anderem in Cluvenhagen, Haberloh und Völkersen aufgestellt werden, sind vom gleichen Hersteller und Leuchtentyp wie diejenigen, die bei der Umrüstung auf LED-Technik verwendet wurden. In den Nebenstraßen grub der Bauhof fünf Meter hohe Masten ein, an der Hauptstraße wurde lediglich ein einziger neuer „Peitschenmast“ mit einer wesentlich helleren 53-Watt-LED-Lampe installiert.

Seitdem diese Arbeiten nicht mehr an Fremdfirmen vergeben werden, komme ein erheblicher Arbeitsaufwand auf den Bauhof zu – gerade in der Urlaubszeit, wenn nicht alle der acht regulären Mitarbeiter verfügbar seien. „Das könnten wir auf keinen Fall jedes Jahr so leisten“, sagt Jüntgen. Dennoch soll die Liste in den nächsten Jahren so weitergeführt werden, „wenn auch nicht in diesem Umfang“.

Trotz der Ersparnis, die die Umrüstung auf LED gebracht hat, kann es sich auch der Flecken Langwedel nicht leisten, die Lampen über Nacht brennen zu lassen. „Anhand der Ankunftszeiten der letzten Züge am Bahnhof Langwedel werden sie um 1 Uhr nachts ausgestellt“, erklärt Jüntgen. Nur in der kalten Jahreszeit springt die vom Straßenverkehrsamt kontrollierte Zeitschaltuhr wenige Stunden vor Sonnenaufgang noch einmal an.

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