Mehr Dienstleistungsangebote

Waldheim: Gunter Rath seit Januar neuer Vorstand

Das neue Zweierteam der Stiftung Waldheim und der Waldheim Gruppe: Carl-Georg Issing (li.) und Gunther Rath, der im Januar die Nachfolge von Dieter Haase antrat (re.).
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Das neue Zweierteam der Stiftung Waldheim und der Waldheim Gruppe: Carl-Georg Issing (li.) und Gunther Rath, der im Januar die Nachfolge von Dieter Haase antrat (re.).

Cluvenhagen – Gunther Rath ist seit gut fünf Monaten neuer Vorstand der Stiftung Waldheim. Als Nachfolger von Dieter Haase leitet er in enger Zusammenarbeit mit seinem Vorstandskollegen Carl-Georg Issing die Geschicke der Waldheim Gruppe. „Inklusion, Teilhabe, spezialisierte Angebote, aber auch Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Arbeit in der sozialen Organisation für Menschen mit Behinderung“, so sieht sich die Einrichtung in einer Mitteilung selbst.

„Die fast 100-jährige Geschichte des Waldheims und seine heutigen Angebote unterscheiden sich schon sehr von den üblichen Organisationen der Eingliederungshilfe“, findet Gunther Rath, der aus der Branche kommt und die vergangenen 25 Jahre die Heide-Werkstätten Walsrode mitprägte, davon 14 Jahre als Geschäftsführer.

„Das machte den Wechsel für mich unter anderem so attraktiv. Hier kann ich neuen Herausforderungen begegnen und im letzten Drittel meiner Berufskarriere innovativ mitgestalten“, wird Rath in einer Pressemitteilung der Waldheim Gruppe zitiert. Nach über 100 Tagen im Amt habe seine Erwartung sich zu 100 Prozent erfüllt, resümiert der 56-jährige, den die tatsächliche Größe der Waldheim Gruppe und die vielen Menschen, die zusammenarbeiten, nach eigenen Angaben „überraschte und stark beeindruckt“.

Und sein Vorgänger hat in der Einrichtung Spuren hinterlassen: „An vielen Stellen merke ich nahezu täglich die große Bekanntheit und Anerkennung für die Leistungen von Dieter Haase, dessen Nachfolge ich nun angetreten habe. Ich freue mich, seine Arbeit fortzuführen und die Dienstleistungen der Waldheim Gruppe, bei denen der einzelne Mensch mit seiner Beeinträchtigung, seinem Potenzial, seinen Wünschen immer stärker in den Vordergrund rückt, durch entsprechende Angebote, ambulante und individualisierte Leistungen weiterzuentwickeln.“

Konkret bedeutet das nach Angaben der Stiftung Waldheim: Neue Wohnangebote, gemeindenahe Wohnstätten, Tagesförderstätten für Klienten aus der Umgebung öffnen, spezialisierte Angebote für bestimmte Personengruppen schaffen, wie beispielsweise Menschen mit psychischer Erkrankung. Gerade der letzte Punkt steht nun aber auch schon länger auf der Agenda der Cluvenhagener.

Deren Ziel ist es nach eigenen Angaben, mehr Dienstleistungsangebote für die Waldheim Werkstätten anzubieten, Arbeitsplatze in der Mitte der Gesellschaft, eine moderate Ausweitung des Reha-Angebotes sowie Arbeitsplätze für Menschen mit seelischer Beeinträchtigung zu schaffen. Für die Helene-Grulke-Schule lauten die Ziele: Bezug des Schulneubaus an der Steuben-Allee in Achim und die Bindung zu den vielfältigen Angeboten der Waldheim Gruppe.

Nicht zu vergessen der Albertushof in Groß Ippener, nahe der Stadt Delmenhorst, der ebenfalls zur Waldheim Gruppe gehört und dessen Angebotspalette erweitert werden soll.

Der Eindruck drängt sich auf: Die Waldheim Gruppe hat viel vor. Corona, Lockdown und gesellschaftliche Isolation von behinderten Menschen bilden dabei derzeit jedoch nicht den idealen Nährboden für Weiterentwicklung im gewünschten Sinne.

Carl-Georg Issing, seit 2007 Vorstand und Geschäftsführer der Waldheim Gruppe, wird dazu in folgender Weise zitiert: „Es ist gerade eine intensive und anstrengende Zeit - für alle Menschen. Für uns als Unternehmen in der Eingliederungshilfe gibt es besonders viel zu bedenken und tun: Vorsorge betreiben, Infektionsgeschehen gut bearbeiten, Finanzierungsfragen klären.“

Aber es bestünden noch andere Aufgaben, beispielsweise die Bauprojekte der Waldheim Gruppe, die weitere Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, die organisatorische und fachliche Weiterentwicklung des Einrichtungsverbundes.

„Die Rolle von Menschen mit einer Behinderung in der Gesellschaft ist immer auch Ausdruck ihrer selbst und des politischen Konsenses“, erklärt Issing.

Er und seine Vorstandskollege Dieter Haase waren 14 Jahre lang ein gut eingespieltes, erfolgreiches Team mit gemeinsamen Überzeugungen. „Wichtig in einem Zweiervorstand ist die menschliche Komponente“, so Carl-Georg Issing. „Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung sind elementar für das Wirken zugunsten des Ganzen.“

„Das Ganze“ sind über 800 Mitarbeitende plus über 800 begleitete Menschen mit Behinderung – in der Stiftung Waldheim, dem Albertushof in Groß Ippener, den Waldheim Werkstätten und der Helene-Grulke-Schule.  

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