Thomas Maruhn und Jochen Werwath verlassen Partei und Fraktion

Langwedeler CDU-Politiker schließen sich der FDP an

Sie gehen nicht mehr für die CDU auf den Platz: Thomas Maruhn (li.) und Jochen Werwath (re.) haben sich kurz vor der Wahl der FDP angeschlossen. Deren Kreisvorsitzenden Christoph Pein (Mitte) freut das ungemein.
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Sie gehen nicht mehr für die CDU auf den Platz: Thomas Maruhn (li.) und Jochen Werwath (re.) haben sich kurz vor der Wahl der FDP angeschlossen. Deren Kreisvorsitzenden Christoph Pein (Mitte) freut das ungemein.

Langwedel – „Die beiden Kommunalpolitiker Thomas Maruhn und Jochen Werwath sind mit sofortiger Wirkung aus der CDU ausgetreten.“ Das teilte gestern nicht etwa die Langwedeler CDU-Ratsfraktion mit, der beide angehören, sondern Christoph Pein als Vorsitzender der FDP im Landkreis Verden.

Die beiden jetzt ehemaligen Christdemokraten haben sich der FDP angeschlossen, die damit nun bis zur Kommunalwahl im September drei Vertreter und eine Vertreterin im Langwedeler Gemeinderat hat – und damit Fraktionsstärke. Die CDU-Fraktion schrumpft damit auf fünf Mitglieder.

„Ein längerer Entfremdungsprozess und für uns immer weniger tragbare Entscheidungen auf Bundesebene haben letzten Endes zu diesem Entschluss geführt“, werden Maruhn und Werwath in der Mitteilung der FDP zitiert. Beide legten Wert darauf, dass sie ihre ehemalige Partei nicht im Streit verlassen und sich immer mit Leidenschaft politisch eingebracht haben.

Der Etelser Thomas Maruhn war nicht nur eine Zeit lang Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat, er ist auch seit zehn Jahren im Kreistag. Jochen Werwath aus Völkersen war einst für die CDU als Bürgermeisterkandidat präsentiert worden, kam über den Listenplatz 4 der Union in den Gemeinderat, blieb dort aber eher unauffällig.

Der Austritt des Duos aus der Partei ist nicht mit der Rückgabe der Mandate verbunden und sei auch „nicht das Ende ihres kommunalpolitischen Engagements“, so die Pressemitteilung. Maruhn und Werwath werden zu ihrem weiteren direkt Engagement bei den Freien Demokraten so zitiert: „Der FDP haben wir mental und politisch schon immer recht nahegestanden, uns daher auch immer mehr mit deren Arbeitsweise auseinandergesetzt und schließlich wegen der vielen Übereinstimmungen den Wechsel vollzogen.“

Der FDP-Kreisvorsitzende Christoph Pein freut sich über die neuen Mitstreiter und erklärt: „In den letzten Wochen haben immer wieder enttäuschte CDUler bei uns angeklopft und sich nach Möglichkeiten bei den Freien Demokraten erkundigt. Für uns ist aber klar: Die FDP ist eine eigenständige Partei mit klar liberaler Handschrift und nicht das Auffangbecken für Kandidaten, die woanders keinen Listenplatz erlangen konnten. Anfragen dieser Kategorie haben wir deshalb konsequent abgelehnt. Bei Thomas Maruhn und Jochen Werwath ist ausdrücklich das Gegenteil der Fall, auch weil beide sich nicht mehr für einen Listenplatz bei der CDU beworben haben. Wir freuen uns deshalb mit ihnen zwei äußerst erfahrene Kommunalpolitiker in unseren Reihen begrüßen und mit ihnen gemeinsam in den anstehenden Wahlkampf ziehen zu dürfen.“

Bei der CDU-Spitze in Langwedel wurde die Nachricht, die sie am Mittwochabend per WhatsApp übermittelt bekam, gelassen aufgenommen. „Ein normaler demokratischer Vorgang“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Marco Bachmann. Einer, der aber schon überraschend kam. „Wir hatten keinen Streit. Nichts.“ Als im Gemeindeverband die Listen herumgingen, über die sich jeder für einen Listenplatz bei der Kommunalwahl bewerben konnte, seien von Werwath und Maruhn keine Bewerbungen gekommen. „Und wer sich nicht zur Wahl stellt...“ Unglücklich sei der Vorgang nur für die Verwaltung, die sich jetzt so kurz vor der Wahl noch einmal um die Neu- und Umbesetzung von Fachausschüssen kümmern muss.

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