Premiere im Daverdener Holz

„Die Flussprinzessin“: Märchenhaftes Theater um eine magische Perle

+
Der König weiht seine Tochter und ihre Freunde in das Geheimnis der magischen Perle ein. Die allerdings ist weg. Geklaut vom Flusskrebs für die Wasserhexe Morch.

Daverden - Von Inka Sommerfeld. Die Tribüne war fast voll besetzt, nur hier und dort gab es noch einen freien Platz. Man stimmte sich mit dem Märchenstück „Die Flussprinzessin“ auf das lange Pfingstwochenende ein. „Super, zur Premiere kamen rund 300 Zuschauer“, freute sich der Vorstand der Freilichtbühne Daverden. So viel vorweg: Die Premiere ist geglückt, die Aufführung verlief reibungslos.

Die Besucher machten es sich auf den Plätzen gemütlich, die Kinder plapperten voller Erwartung und betrachteten staunend das schöne Bühnenbild. Das Gemurmel auf den Rängen wurde mit Wasserplätschern untermalt, das kaum merklich lauter wurde. Bis es nicht mehr zu überhören war. Dann betraten Kinder und Jugendliche des Ensembles die Bühne und animierten das Publikum mit dem „Mucksmäuschenlied“ zum Mitmachen.

„Schön, dass ihr alle da seid. Wir haben die Alte Aller umgeleitet, denn das Stück spielt unter Wasser. Ihr jedoch sitzt im Trockenen“, begrüßte Freilichtbühnenchef Volker Penczek die Zuschauer.

Das Märchenstück lebte nicht nur von der Schauspielkunst, sondern auch von den aufwendigen, prächtigen Kostümen und der fantasievollen Maske. Es glitzerte und glänzte nur so. Eine Augenweide waren die Fische in ihrem türkisblauen Outfit und die Prinzessin in ihrer zartrosa Robe. Aber auch die Hexe in ihrem düsteren Gewand. Lacher erntete der knallrote Krebs mit seinen am Zylinder schwingenden Augen.

Die Harmonie, die von der Quelle bis zur Mündung der Alten Aller herrschte, wurde jäh gestört. Nein, nicht vom Angler, der ganz entspannt Fische fangen wollte und dem der Butler des Unterwasserpalasts jede Menge Müll an den Haken hängte. Sondern von der niederträchtigen Flusshexe Morch, die im Schilfwald hauste, dort, wo er am dunkelsten ist. Sie wollte die Macht im Fluss an sich reißen, und dazu brauchte sie das zauberhafte Juwel, das für ebenjene Harmonie verantwortlich ist.

Morchs Handlanger, der fiese Krebs, schlich sich in den Palast und suchte das Kleinod. Dabei hoffte er auf Hilfe aus dem Publikum. „Weißt Du, wo die Perle ist?“, fragte er einen Jungen. Doch der hatte den gemeinen Kerl durchschaut und schüttelte den Kopf. „Ich sag es Dir“, bekam das Schalentier unerwartet Unterstützung von einem kleinen Mädchen, das das Versteck verriet. Der Krebs grabschte die Truhe mit der Perle und verschwand unter boshaftem Gelächter.

Groß war das Entsetzen, als die Prinzessin merkte, dass das wertvolle Stück verschwunden war. „Wo ist die Truhe?“, fragte sie, und viele Kinder riefen: „Der Krebs hat sie gestohlen.“ Doch wohin er die Kiste brachte, wussten auch sie nicht. Also begab sich die Prinzessin auf die Suche. Immer dabei: der kleine Fisch, ihr treuer Freund. Doch jetzt, da die Perle weg ist, kam nur noch „Blubb Blubb“ aus dem Fischmund – auch die Verständigung der Flussbewohner untereinander begann zu leiden.

Zwar im Besitz der magischen Perle, hatte die Flusshexe doch ihre Probleme: Das gute Stück hatte seine Magie verloren. Rat wusste die weise Wasserschnecke: Ein Mensch muss her, damit die Perle ihre Zauberkraft wiedererlangt. Also wurde der Angler entführt und zur Meisterin gebracht. Doch der erwies sich als nicht so willfährig wie erhofft, sehr zum Verdruss der Hexe.

Schon bald merkte der König, dass seine Tochter verschwunden war, trommelte seinen Hofstaat zusammen und durchkämmte den Fluss.

Klar, das Märchen nimmt ein gutes Ende, aber bis es soweit ist, geschehen noch einige unerwartete Ereignisse. Wie die Flussbewohner die meistern, ist am Sonnabend, 26. Mai, und Sonntag, 27. Mai, zu sehen. Dann führt die Freilichtbühne „Die Flussprinzessin“ nochmal auf. Beginn ist jeweils um 16 Uhr.

Eintritt beträgt für Erwachsene acht Euro und für Kinder bis 15 Jahre drei Euro. Eine Familienkarte (zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder) kostet 22 Euro. Gruppen von 15 Personen aufwärts nach Absprache. Weitere Informationen gibt es unter der Mobilnummer 0176/ 78682259 und per E-Mail an info@freilichtbuehne-daverden.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Frankreich feiert den WM-Titel: Frenetischer Jubel und Freudentaumel in Paris - Bilder

Frankreich feiert den WM-Titel: Frenetischer Jubel und Freudentaumel in Paris - Bilder

Frankreichs WM-Triumph nach furiosem Finale

Frankreichs WM-Triumph nach furiosem Finale

Tausende jubeln König Philip und Königin Melanie zu

Tausende jubeln König Philip und Königin Melanie zu

Frankreich zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister - die Bilder vom Finale gegen Kroatien

Frankreich zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister - die Bilder vom Finale gegen Kroatien

Meistgelesene Artikel

Gestohlene Autos, gefälschte Papiere, getäuschte Käufer

Gestohlene Autos, gefälschte Papiere, getäuschte Käufer

Chlortabletten zur Poolreinigung lösen Großeinsatz in Armsen aus

Chlortabletten zur Poolreinigung lösen Großeinsatz in Armsen aus

Rundballenpresse gerät in Morsum in Brand

Rundballenpresse gerät in Morsum in Brand

CDU Achim über Innenstadt, FDP, Einkaufscenter

CDU Achim über Innenstadt, FDP, Einkaufscenter

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.