Männer auf der Kartbahn / „Die wilden Sieben“ feiern ihr zehnjähriges Bestehen

„Es macht süchtig“

Wenn es im Sommer richtig dolle extrem heiß ist, gehen „Die wilden Sieben“ auch schon mal mit kurzer Hose ins Rennen.

Langwedel - "„Lass uns mal eine Runde Kartfahren.“ Klingt harmlos, oder? Wenn sich Männer, Freunde treffen, zusammen etwas unternehmen... Einer von ihnen ist von der Arbeit aus mal zum Kartfahren eingeladen worden, das hat gefallen, kann man mit den Jungs zusammen ja auch mal machen. Was soll da schon passieren... Allerdings – in unserem Fall muss die Kartbahn definitiv verseucht gewesen sein. Mit dem Virus „Motorsportbegeisterung“.

Der Virus war bei unseren Langwedelern nicht mehr wegzukriegen, es entwickelte sich eine massive Leidenschaft für Kartrennen. Das geht jetzt sogar schon zehn Jahre lang so, eher noch ein bisschen länger. Aber vor zehn Jahren gründeten die Freunde den Club „Die wilde Sieben“. „Eine Gruppe motorsportverrückter Fahrer“, gibt Mitglied Martin Wenski zu.

„Action, Geschwindigkeit, Geschicklichkeit, Taktik“, für Wenski und Co nur einpaar Begriffe, die eng zum Kart-Motorsport gehören. Genau das lieben die „wilden Sieben“, die schon längst ein paar Männer mehr sind. Jawohl, und ein ordentlicher Schuss Adrenalin ist auch immer mit auf der Piste.

Gefahren wird in Leih-Rennkarts, die vom Kartbahnbetreiber gestellt werden. Die Fahrzeuge bestehen aus einem superflachen Rennchassis, einem Verbrennungs- oder Elektromotor, einem Fahrwerk ohne Federung, Slick-Reifen und Scheibenbremsen. Fahrkomfort? Gibt es nicht. Wozu auch.

Die Rennen finden auf extra dafür gebauten Rennstrecken statt. Die wilden Sieben sind bereits auf diversen Bahnen im Norden herumgekommen. „Eigentlich haben wir alle Bahnen im Umkreis von anderthalb Stunden abgefahren, so Wenski. Bremen, Drakenburg, Bispingen, Embsen-Lüneburg, Hannover, Celle...

Mittlerweile ist man auf der Anlage in Bispingen zuhause, hier kann man drinnen und draußen fahren. Die In- und Outdoorstrecke hier lässt sich zur Begeisterung der Langwedeler sogar verbinden und ergibt dann eine Strecke von gut zwei Kilometern.

Wie bereits angedeutet sind die wilden Sieben mittlerweile mehr Leute, nämlich zehn Fahrer: Rainer Güers, Olaf Junge, Torben Wendelborn, Martin Wenski, Sascha Güttner, Volker Wenski, Holger Hennig, Thomas Jaschek, Nick Braschkies und Nico Rohledder. Rainer Guers gilt übrigens als Organisationschef der Kartfahrer.

Die Bezeichnung „Die wilden Sieben“ stammt aus der Gründerzeit der Rennsportgruppe, die seinerzeit tatsächlich aus sieben Fahrern bestand. Dass das Gründungsjahr 2007 dabei auch eine Sieben hat – reiner Zufall.

Bei den ersten Rennen war man noch unter sich, aber schnell sprach sich herum, dass Gastfahrer jederzeit herzlich willkommen sind. Was zur Folge hat, dass Rennen mit bis zu 25 Fahrern stattfinden. Das Motto dabei: Je mehr Fahrer sich auf der Strecke befinden, desto mehr Spaß und Action gibt es.

Gastfahrer bekommen eine Teilnahmeurkunde, erhalten Punkte für die Wertungstabelle der wilden Sieben und werden bei der Kart-Bundesliga Performanceleague im Ranking gelistet. Natürlich nur, wenn der jeweilige Fahrer das auch will. So finden sich auch Gastfahrer im Jahresranking und auch auf der Ewigenliste wieder.

So, und weil die wilden Sieben nun schon seit zehn Jahren unterwegs sind, wollen sie das auch feiern: Mit einem Sonderjubiläumsrennen am 6. August auf der bereits erwähnten Kartbahn in Bispingen. Dabei können bis zu 40 Teams teilnehmen. „Jeder rennsportbegeisterte Fahrer ist eingeladen, an diesem Rennen teilzunehmen“, sagt Martin Wenski. Mehr Infos zu den wilden Sieben und dem Jubiläumsrennen bekommt man auf ihrer Internseite (http://diewildensieben.de.tl) und bei Facebook (https://de-de.facebook.com/DieWildenSieben/).

Nur mal so als Laie gefragt: Muss man zum Kartfahren noch etwas wissen? Ja, doch. „Es macht süchtig“, gibt Martin Wenski zu. J jw

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