Flächen für Logistik, Produktion und Gewerbe auf dem Markt

Daverden: 100 Meter Straße für fast sieben Hektar Gewerbefläche

Der Hanfkamp im Gewerbegebiet Daverden soll komplett ausgebaut und asphaltiert werden – wenn bald neu gebaut wird.
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Der Hanfkamp im Gewerbegebiet Daverden soll komplett ausgebaut und asphaltiert werden – wenn bald neu gebaut wird.

Die Gemeinde Langwedel wird einen knapp 100 Meter langen Weg zur Straße ausbauen. Erschlossen werden sollen damit zwei insgesamt fast sieben Hektar große Flächen, die mit Hallen für Logistik, Produktion und Gewerbe bebaut werden sollen.

Langwedel – Komplett einig war sich der Bau- und Verkehrsausschuss, alles vorzubereiten, damit der Hanfkamp im Daverdener Gewerbegebiet auf einer Länge von 100 Metern asphaltiert werden kann. Bislang befindet sich hier nur ein Schotterweg. Dessen Bau hatte die Firma Prange Edelstahl bei der Gemeinde einst beantragt und auch selbst getragen. Hinter dem geplanten Ausbau des Hanfkamps, für den der Flecken Langwedel schon 2020 im Gemeindehaushalt 280 000 Euro bereitgestellt hatte, steckt mehr, als ein Stück asphaltierte Straße auf den ersten Blick erahnen lässt.

Die Umsetzung der Baumaßnahme „erfolgt erst, wenn der Eigentümer der östlich der Straße gelegenen Fläche mitgeteilt hat, dass das geplante Bauvorhaben auf dem Grundstück umgesetzt wird“, heißt es in der Beratungsvorlage, über die der Gemeinderat am 29. April abschließend beraten wird.

Auf der anderen Seite des Hanfkamps befindet sich eine fast sieben Hektar große Fläche, die mittlerweile zwei neue Eigentümer gefunden hat. Im Bauausschuss mühte sich die Verwaltung nach Kräften, keine Namen zu nennen. Im Internet findet sich aber zum einen der Bremer Projektentwickler Peper und Söhne, der auf seinen Seiten ein „Logistikzentrum Langwedel“ mit einer Gesamthallenfläche von 17 000 Quadratmetern auf 38 000 Quadratmetern Grundstücksfläche bewirbt. Zum Anderen gab es in dieser Zeitung ein Inserat der Bremer Immobilienfirma Spies für einen „Top Industrieneubau in Langwedel – Erstbezug für Logistik, Produktion und Handwerk“ und variablen Mietflächen ab 3 000 Quadratmetern. „Der Eigentümer plant hier eine bis 13 000 Quadratmeter große Halle, die er zum Teil auch selber nutzen will“, erklärte Bauamtsleiter Bernhard Goldmann. Die wachsende Firma brauche Platz, der am aktuellen Standort nicht mehr ausreichend vorhanden sei. „Es wird auf jeden Fall gebaut“, so Goldmann.

„Wir machen die Straße gleich komplett fertig“, so Bürgermeister Andreas Brandt. Den auf dem Weg ausgebrachten Naturschotter könne man für den Unterbau nicht gebrauchen. Das Material müsse der eingangs angesprochene Grundstückseigentümer, der das Material hat ausbringen lassen, auch selbst wieder entfernen.

Den Auftrag für die Planungsarbeiten zum Endausbau der Straße hatte im vergangenen Jahr das Ing.-Büro Dittmer aus Zeven erhalten. Carsten Dittmer stellte die Planungen für den Straßenbau im Ausschuss vor.

Andreas Noltemeyer (WGL) wollte wissen, ob unter einer Nebenfläche die Versorgungsleitungen zu finden sein sollen. Antwort: Sind sie. Oben drauf sollte nur ein bisschen Rasen. Das fand Noltemeyer nun aber überhaupt nicht gut.

Man plane doch eine größere Begrünung im Gewerbegebiet, da ließen sich auf besagter Nebenfläche doch auch ganz trefflich besser Bäume pflanzen, wenn man die Versorgungsleitungen unter den Gehweg verlegte. Die Idee fand nicht nur im Ausschuss Anklang. „Wir nehmen das mit auf“, erklärte Bauamtsleiter Goldmann. „Läuft das jetzt so? Ich brauche nicht extra einen Antrag stellen?“, wollte Noltemeyer wissen. Goldmann: „Nein. Das läuft jetzt so.“

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