„Lösungen gibt es nicht zum Nulltarif“

Großer Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Etelsen

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Falko Wermuth, Leiter des Etelser Gospelchors, begleitete den Neujahrsempfang in der Etelser Kirche eindrucksvoll an der Kirchenorgel und am Piano.

Etelsen - Von Hans-Ulrich Knopp. Unter der großen Thematik „Kirche Etelsen: Gib dem Klima eine Chance! Zehn Jahre Solardach – Neu: Tanken vom Kirchendach!“ hatte die evangelische Kirchengemeinde Etelsen am vergangenen Sonntagabend zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang in der Kirche „Zum guten Hirten“ eingeladen. Neben Gebäck, Wasser, Wein und Würstchen sowie guten Gesprächen und Begegnungen stand auch die Verabschiedung von langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeitern und die namentliche Begrüßung neuer Mitstreiter der Kirchengemeinde an.

Die Etelser Kirche war wieder einmal sehr gut gefüllt, als Pastor Martin Beckmann den Neujahrsempfang mit dem Gottesdienst eröffnete. Natürlich waren auch zahlreiche Gäste aus Politik, Handel und Gewerbe sowie aus den Vereinen der Ortschaft zugegen. Musikalisch begleitet wurde die gesamte Veranstaltung in bewährter Weise durch den renommierten Etelser Gospelchor um ihren Leiter Falko Wermuth, der auch zugleich an der Kirchenorgel sowie am Piano auf der ganzen Linie überzeugte.

Bevor die Umweltthematik in den Fokus des Gottesdienstes rückte, vollzog Pastor Martin Beckmann zusammen mit dem Kirchenvorstand die feierliche Amtseinführung von Petra Meinking als neue Lektorin der Kirchengemeinde Etelsen. Petra Meinking ist als ehrenamtliche Mitarbeiterin seit Jahrzehnten für die Etelser Kirche tätig, unter anderem seit dem Jahr 2001 als Mitglied des Kirchenvorstandes. Neben der Betreuung der Homepage der Kirche engagiert sie sich erfolgreich in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde. Im vergangenen Jahr absolvierte sie erfolgreich eine längere Ausbildung zur Lektorin, sodass sie vom Verdener Superintendent Fulko Steinhausen mit Wirkung zum 1. Januar mit dem Dienst einer Lektorin beauftragt wurde. Zu ihrem zukünftigen Aufgabenbereich gehören unter anderem auch die selbstständige Leitung von Gottesdiensten. Neben vielen Gratulationen nahm Petra Meinking noch ein Buchgeschenk, einen kleinen Gewürzgarten und einen Blumenstrauß in Empfang.

Petra Meinking wurde von Pastor Martin Beckmann feierlich in das Amt der Lektorin eingeführt. Sie darf jetzt selbstständig Gottesdienste leiten.

Diakon Andreas Bergmann zeichnete neun jugendliche Damen und Herren aus Achim, Baden und Etelsen aus, die einen Lehrgang erfolgreich beendeten und nun als Gruppenleiter in der kirchlichen Jugendarbeit unterwegs sein dürfen.

Nach dem Grußwort des Kirchenvorstandsvorsitzenden Jürgen Neumann trug Vorstandsmitglied Bernd Roseland interessante Informationen zur Solaranlage vor, die das Etelser Kirchendach seit zehn Jahren schmückt. Die ganzen bürokratischen Klippen und Auflagen, die von der Idee über die Planung bis hin zur Realisation der Anlage umschifft werden mussten, erforderten damals harte Arbeit und Durchhaltevermögen.

Nach zehn Jahren Betrieb lässt sich eindeutig feststellen, dass die 200 Quadratmeter große Solaranlage in den zehn Jahren ihres Betriebes insgesamt 25 Prozent über ihrem Amortisationssoll gelegen und damit absolut wirtschaftlich gearbeitet hat, dabei über 220.000 Kilowattstunden produziert und somit rund 170 Tonnen Kohlendioxid eingespart wurden. Kirchenvorstand Andreas Stampa trug informativ zur neuen, vor dem Kircheneingang bei den Parkplätzen aufgebauten Stromtankstelle vor. Diese werde tagsüber über Solarenergie, nachts über Windkraftenergie gespeist und sei voll funktionsfähig. Auch bei diesem Projekt war der Weg von der Idee über die Planung bis hin zur Realisierung ein durchaus beschwerlicher.

Zum Abschluss des offiziellen Teils des Gottesdienstes hielt Pastor Beckmann ein durchaus bekennendes Plädoyer für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt. „Wer sich ernsthaft mit der Thematik befasst,“ so Beckmann, „der weiß, dass die Lage ernst ist.“ Er machte deutlich, dass es an der Zeit ist, jetzt zu handeln, wo es immer noch möglich sei, die Erderwärmung zu stoppen. Etelsens Pastor war sich sicher: „Lösungen für unsere Umweltprobleme gibt es nicht zum Nulltarif, auch nicht ohne schmerzhafte Entbehrungen oder Verzicht, aber wir müssen der Erde eine Chance geben, es lohnt sich allemal.“

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