Touristikverein weist jetzt neu auf eine „Siedlung mit Geschichte“ hin

Links und rechts des Weges gibt es was zu entdecken

Ran an die Hinweisschilder: Christoph Meyer, Jens Becker, Andreas Schwarz und Bijanka Müller vom Touristikverein Langwedel (Weser) – und das neueste der rund 20 Schilder zur Geschichte Langwedels. - Foto: Wenck

Langwedel - Die eigentliche Aktion ging ruckzuck: Schild aus dem Kofferraum, Schrauben fest gezogen. Fertig. An Vorlauf steckte da schon ein bisschen mehr Mühe dahinter. Und möglichst viele Leute sollen jetzt möglich lange etwas davon haben, von dem Hinweis auf der Grenze der Langwedeler Ortsteile Förth und Nindorf. Da, wo aus dem Kronsberg die Ostpreußenstraße wird, gibt es nämlich „eine Siedlung mit Geschichte“.

Es ist keine Geschichte aus der grauen Vorzeit, auf die der Touristik-Verein Langwedel (Weser) hier aufmerksam machen möchte.

„...Ende des Zweiten Weltkrieges kamen vielen Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten auch zu uns. Um der Wohnungsnot und der schwierigen Versorgungslage entgegen zu wirken, wurden vielen Flüchtlingsfamilien preisgünstige Grundstücke von 1000 bis 1500 m² angeboten, oft abseits der vorhandenen Bebauung. So entstanden auch hier kleine Einfamilienhäuser nach einheitlichem Muster mit Stall und Gartenland für eine weitest gehende Selbstversorgung. Auch wenn die Häuser längst erweitert und modernisiert sind, kann man diese Siedlungsform hier noch deutlich erkennen.“

So steht es auf dem Schild geschrieben, dass jetzt im Förth hängt. Ein zweites Schild dieser Art hat der Touristikverein auch noch in Cluvenhagen an der Grenzstraße angebracht.

„Wir wollen unsere Gäste darauf hinweisen, was es so rechts und links der Straße gibt“, erklärt Christoph Meyer, Vorsitzender des Touristik-Vereins. Ein paar hundert Meter weiter findet man im Förth zum Beispiel eine Hinweistafel auf die Amerikalinie. An die 20 Schilder mit kurzen Erläuterungen zu Langwedeler Geschichte hat der Verein wohl schon angebracht.

Vorzugsweise an den touristischen Radwegen, die durch den Flecken Langwedel führen, auf die man Besucher von außerhalb locken möchte. Was dann auch erklärt, warum man nicht noch mehr neue Schilder angebracht hat, schließlich finden sich auch anderswo im Flecken, etwa in Daverden, eine Menge Siedlungshäuser.

Außerdem passen die neuesten Schilder auch ganz trefflich in die jüngsten kreisweiten Bemühungen, die Erinnerung an die eigene Geschichte durch Berichte von Zeitzeugen wachzuhalten und für Jüngere nachvollziehbar zu machen. Man denke nur an das Erzählcafé im Langwedeler Häuslingshaus oder die Ausstellung dort zur Langwedeler Schule und ihren Lehrern.

Wenn nun Touristen (und manchmal auch Einheimische) an einem Schild des Touristikvereins vorbeikommen, einen Stopp einlegen, lesen – und feststellen: „Ach, so. Das habe ich ja noch gar nicht gesehen und gewusst“, dann sind die Touristiker schon zufrieden und sich außerdem ziemlich sicher, den Flecken Langwedel und seine Orte ein bisschen interessanter gemacht zu haben.

jw

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