Bremer Künstlerin zeigt Bilderausstellung „Gedankenspiele“ im Mausoleum Etelsen

Linda Warnken: Wasser und Weser haben es ihr angetan

Die Künstlerin Linda Warnken vor ihrem Werk „Temperaturunterschiede“. - Foto: Sommerfeld

Etelsen - „Wasser und Weser haben es ihr angetan - am Wasser sind Farbe und Form zu jeder Tageszeit anders“, begrüßte Dr. Ulrike Möller vom Etelser Schlossparkverein Linda Warnken, die zum zweiten Mal ihre Werke im ehemaligen Mausoleum ausstellt. Jetzt präsentiert die „Nachbarin am Wasser“ zwar keine Werke mit Weserblick, doch Wasser ist auf fast allen der 18 Acrylbilder zu sehen.

„Gedankenspiele“ lautet der Titel der Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wurde, und Möller lud die Gäste dazu ein, auf Gedankenreise zu gehen: „Einfach mal innehalten, wenn man Wasser betrachtet, und neue Aspekte des bekannten Gewässers entdecken.“ Die Bilder Künstlerin aus Bremen-Seehausen zeigen mal Wasser als Lebensraum, mal als trennendes Element, dessen beide Ufer jedoch von einer Brücke verbunden werden, und mal als „Temperaturunterschied“ - als Gegensatz zu Land und Sonne.

„In meiner Schulzeit entwickelte ich eine Leidenschaft für Kunst und belegte es als viertes Prüfungsfach im Abitur“, erzählte Linda Warnken. Gemalt hatte sie damals noch nicht, sondern Kunstgeschichte und -pädagogik hatten es ihr angetan, ebenso Kunst als Kommunikation. Im Laufe der Jahre brachte sie sich das Malen selbst bei.

Das Ergebnis: Gemälde in Aquarell, Acryl und Öl. „Doch am liebsten male ich mit Acryl auf Leinwand - mit Pinsel und Fingern“, sagte die 60-Jährige. Ihre bevorzugten Motive: alles aus der Natur. „Ich möchte vermitteln, wie schön unsere Gegend ist“, sagte die Seehausenerin. Mit dem Hintergrund, dass die schöne Landschaft am äußersten Ende Bremens von allerlei Umweltsünden verstellt worden ist.

Warnkens Stil zu malen ist nicht ganz gegenständlich, nicht ganz abstrakt - dazwischen. So, dass Betrachter auf den ersten Blick erkennen, um was es sich handelt. Wie beim Strandabschnitt, den die Künstlerin zweimal malte: einmal im Sommer, einmal im Winter.

Mal schlagen die Wellen auf einen sonnendurchfluteten Strand und machen Lust auf eine Abkühlung, mal wirkt der graue Strand kalt und ungemütlich vor dem tobenden dunklen Meer. Inspiriert vom Urlaub auf Kreta, malte Warnken einige Akte. Genau, die Frauen genießen Sonne, Strand und Meer.

Die Künstlerin gern Mohnblumen mag, brachte sie die leuchtend roten Blumen natürlich auch auf die Leinwand.

Ebenfalls leuchtend, aber in Gelb das Rapsfeld. Ein Blick in Richtung Thedinghausen hatte sie auf die Idee gebracht, „Rapsfeld in Allernähe“ zu malen. Klar, Wasser ist darauf auch zu sehen, doch der hohe Himmel mit den hellen Wolken dominiert das Gemälde.

Die Ausstellung „Gedankenspiele“ im ehemaligen Mausoleum ist am Sonntag, 19. Juni, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Künstlerin steht für Fragen und Gespräche zur Verfügung.  

is

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