Leseabenteuer in der Grundschule Völkersen / „Netter Einstieg in die Ferien“

Hund, Katze, Hahn – doch halt: Wo ist der Esel?

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Nicht wiederzuerkennen: Tosca, Jan, Jette und Lakesha (von links) als Grüffelos.

Völkersen - Super ist nicht genug – super-extra-klasse-toll war es, das Leseabenteuer an der Grundschule Völkersen. Meinten zumindest die Erstklässler. Die müssen es ja wissen, waren sie doch in großer Anzahl mit dabei.

Statt der üblichen Lese-nacht hatte der Freundeskreis der Grundschule Völkersen dieses Mal zum Leseabenteuer eingeladen. 55 der 67 Kinder kamen dazu am Donnerstagabend in die Schule – freiwillig. „Ein netter Einstieg in die Ferien“, fand Freundeskreis-Vorsitzende Jana Howe.

„Alte und neue Märchen“ lautete das Motto des Abenteuerabends, den der Vorstand um Howe vorbereitet hatte und zwei Lehrerinnen und 14 Eltern betreuten. Klassenweise wurden die Stationen besucht: malen, basteln, geschminkt werden, spazierengehen und natürlich auch vorgelesen bekommen.

Die erste Klasse machte sich auf den Weg über die Felder. Dort warteten kleine Märchenorte auf die Kinder, beispielsweise mit den Bremer Stadtmusikanten. Niedliche Kuscheltiere: Hund, Katze, Hahn. Doch halt: Wo ist der Esel? „Die Kinder sollen sagen, welches Tier hier fehlt“, erklärte Howe. Das ging ganz fix. So ein fehlendes Grautier ist ja ganz praktisch, denn wer hat schon einen Esel als Kuscheltier zu Hause?

Etwas weiter auf dem Weg lagen Spinnrad, Strick und Feuer. In welchem Märchen kommt das vor? „Rumpelstilzchen“, wussten die Kinder nach einigem Überlegen.

Hübsch anzusehen die letzte Station auf dem Rundweg vorn beim Schützenverein. „Ein Haus“, riefen die Jungen, die zuerst dort ankamen. „Ein Lebkuchenhaus“, konkretisierte ein Mädchen. Das Haus hatte der Freundeskreis von der örtlichen Feuerwehr geliehen und die Lebkuchenfenster selbst gemalt.

„Welches Märchen haben wir hier?“, fragte Christine Uhl, die die Klasse mit Christine Drescher und Angelika Bernstein-Janßen begleitete. „Hänsel und Gretel“, riefen die Kinder. Folgende Frage: „Wer hat die beiden im Wald ausgesetzt?“ – „Die Mutter“, wussten einige. Das reichte Uhl nicht: „Wer noch?“ – „Der Vater“, kam es zaghaft. Doch dass die Hexe „knusper knusper knäuschen“ ruft, wussten die Schüler auf Anhieb.

Zurück in die Schule ging es noch nicht, sondern erst um die Ecke ins Backhaus. Dort wartete schon Familie Müller. Im Ofen flackerte ein Feuer. „Ist das schön hier“, rief Bernstein-Janßen entzückt. Kleine und große Besucher durften ein Stück Laugengebäck naschen.

Die Zweitklässler hatten sich derweil in Grüffelos verwandelt. Ohren und Hörner bastelten die Kinder unter Anleitung von Diana Hoffmeister und Nadine Heinze. Im Klassenzimmer nebenan schminkten unterdessen Yvonne Bethge und Yvonne Lindhorst die Gesichter der Kleinen.

Gelesen wurde natürlich auch: in den ersten und zweiten Klassen aus dem Buch „Der Grüffelo“, dazu gab es Bilderbuchkino. Die „Großen“ hörten aus dem Buch „Der kleine Hobbit“. Genau: Geschminkt und gebastelt wurde ebenfalls – die Jungen wurden zu frechen Hobbits, die Mädchen zu zarten Elfen.

Der Vorstand des Freundeskreises um Jana Howe hatte das Leseabenteuer vorbereitet. Doch ohne die Hilfe von Müttern und Vätern ging es nicht. Das Engagement wusste Rektorin Angelika Bernstein-Janßen zu schätzen: „Die Eltern haben sich unglaublich viel Mühe gegeben und uns ganz toll unterstützt“, dankte sie.

is

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