SPD Langwedel/Etelsen feiert langjährige Parteimitglieder und den Jahresabschluss

Einst im schwarzen Daverden: „Mit so einem Roten trinke ich kein Bier“

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Die SPD Langwedel/Etelsen mit Bürgermeister Andreas Brandt (li.) und dem Ortsvoreinsvorsitzenden Bernd Michallik (re.) ehrte die langjährigen Parteimitglieder Herbert Krüger und Irmtraud Kutscher.

Langwedel - Zum Jahresabschluss des SPD-Ortsvereins Langwedel/Etelsen begrüßte der Vorsitzende Bernd Michallik zahlreiche Mitglieder, Partner und Freunde in Klenkes Gasthaus, unter ihnen natürlich auch Bürgermeister Andreas Brandt. Erst einmal ließ man es sich in gemütlicher Runde beim Essen gut gehen. Nach der Stärkung war es Zeit, langjährige Parteimitglieder zu ehren.

Seit 40 Jahren sind Irmtraud Kutscher und Herbert Krüger Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

„Es war eine aufregende Zeit, damals vor 40 Jahren“, so Bernd Michallik. Die deutsche Sozialdemokratie war im Aufwind, nicht nur im Bund, sondern auch im Flecken Langwedel.

„Wir sind wegen Willi Brandt in die SPD eingetreten“, erinnerten sich die beiden Geehrten. Zwar war der schon im Mai 1974 als Bundeskanzler zurückgetreten, war aber weiterhin Parteivorsitzender geblieben. Gerade Brandts Ost- und Friedenspolitik habe sie sehr beeindruckt, so Irmtraud Kutscher und Herbert Krüger.

Lang ist die Liste der Ehrenämter von Irmtraud Kutscher. Dem Ortsrat Etelsen gehört sie seit 1976 an und wurde dort 2001 Ortsbürgermeisterin. Seit 1984 sitzt sie im Langwedeler Gemeinderat, seit 1991 vertritt sie den Flecken Langwedel mit Unterbrechungen im Kreistag und war unter anderen stellvertretende Landrätin.

„Jeder in Etelsen kennt Irmtraud Kutscher“, so Bernd Michallik, der aber auch Kutschers Einsatz für die Belange des Sports nicht unerwähnt lassen wollte und darin vom anwesende Vorsitzenden des TSV Etelsen, Manfred Rischkopf, nur bestätigt wurde.

Irmtraud Kutscher engagierte sich auch in ihrer Partei: als stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins und mehrfache Delegierte.

Herbert Krüger sieht sich selbst als „Parteisoldat“ und alter Gewerkschafter, der sich im Betriebsrat der Langwedeler Druckerei Mack engagiert hatte.

„Gewerkschaft und SPD gehören zusammen“, befand Krüger und lobte das unter der Kanzlerschaft von Willi Brandt verabschiedete Betriebsverfassungsgesetz.

Gleich nach seinem Parteieintritt übernahm Krüger Parteiarbeit, etwa das Verteilen der Broschüren. „Ich war im schwarzen Daverden eingeteilt, wo es vor allem im Bauernviertel nicht leicht war, die Parteiwerbung zu verteilen.“ Vor allem, wenn man wie Krüger überall klingelt und die Broschüren persönlich überreicht. Krüger erinnerte sich an eine Begebenheit während eines Schützenfestes in Daverden vor Jahrzehnten, als einer in seiner Bierrunde meinte: „Mit so einem Roten trinke ich kein Bier.“

Für seine 50-jährige Mitgliedschaft sollte Joachim Stünker geehrt werden, doch er konnte aus terminlichen Gründen nicht dabei sein. Joachim Stünker war vom 10. Juli 1984 bis November 2001 Bürgermeister Langwedels und in der Zeit auch Mitglied des Kreistags. Von 1998 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und machte sich als rechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion einen Namen.

Bernd Michallik überreichte Kutscher und Krüger eine vom Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel unterschriebene rot eingebundene Urkunde und eine Anstecknadel.

hu

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