Das Ziel: Am Dienstag soll es losgehen

Langwedeler Rat billigt Konzept für Öffnung des Burgbades

So voll wird man das Langwedeler Burgbad in diesem Corona-Sommer garantiert nicht erleben.
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So voll wird man das Langwedeler Burgbad in diesem Corona-Sommer garantiert nicht erleben.
  • Jens Wenck
    vonJens Wenck
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Langwedel – Was wird denn nun eigentlich in diesem Sommer mit dem Burgbad? „Das Ziel war ja, am 15. Juli zu öffnen“, so Bürgermeister Andreas Brandt. Klappte aber nicht, obwohl der Langwedeler Gemeinderat am Dienstag dem Nutzungskonzept und den geänderten Eintrittspreisen zugestimmt hatte. „Frühestens am 21. Juli können wird öffnen. Aus organisatorischen und technischen Gründen“, erklärte Brandt.

Sind die Probleme dann mal behoben, ist eine Nutzung des Bades nur eingeschränkt möglich. Es soll drei Zeitblöcke mit begrenzten Besucherzahlen geben, damit auch alle gültigen Vorschriften und Abstandsregeln eingehalten werden können. Die Schwimmzeiten sind von 12 bis 14 Uhr, 15 bis 17 Uhr sowie 18 bis 20 Uhr. Der Einlass beginnt eine halbe Stunde vor dem jeweiligen Block und endet eine halbe Stunde danach. Maximal dürfen pro Runde zunächst 64 Leute ins Bad, die sich an Regeln zu halten haben. Das aus den vergangenen Sommern gewohnte große Spaßbaden wird nicht machbar sein.

Die Tageskasse gibt es nicht, Eintrittskarten bekommt man nur über das Internet, die Einlasskontrolle übernimmt ein Sicherheitsdienst. „Die Duschen und die Umkleiden sind auch nicht voll umfänglich nutzbar“, so der Bürgermeister. Soll heißen: Die großen Gemeinschaftsumkleiden bleiben zu. Es bleiben die Duschen draußen an den Becken. Und da gibt es nur kaltes Wasser.

Die Eintrittskarten kosten zwei Euro für Erwachsene und einen Euro für Kinder.

Dass es keine Schwimmkurse geben soll, ließ und lässt Marco Behrmann (SPD) keine Ruhe. Er fragte in Hannover bei der Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth nach – und eine halbe Stunde vor der Ratssitzung kam aus dem Innen- und Sportministerium wie dem Sozial- und Gesundheitsministerium die Kunde: Schwimmkurse sind jetzt bis maximal 30 Teilnehmern auch erlaubt. Die Gruppe muss aber die üblichen Abstände zu anderen Besuchern im Bad einhalten.

„Ich glaube trotzdem nicht, dass es Schwimmkurse geben wird“, meinte der Bürgermeister. Die Gemeinde hat im Burgbad nur zwei Angestellte inklusive Schwimmmeister Thomas Becker – und die haben mit dem neuen Konzept und dessen Umsetzung genug zu tun. „Auch für unseren Schwimmmeister gilt das Arbeitszeitgesetz.“

Gero Landzettel (WGL) gab zu bedenken, dass auch es Menschen gibt, die nicht soweit ausgestattet sind, dass sie sich ihre Karten im Internet kaufen können. Also bekam die Verwaltung den Auftrag, zu prüfen, ob sich ein Ticketverkauf auch analog organisieren lässt. Wie, wo und durch wen auch immer. „Darf das Geld kosten?“, wollte der Bürgermeister von der WGL wissen. Die bejahte.

Der Rat beschloss das Corona-Konzept einstimmig.

Aktuell sitzt Ordnungsamtsleiter Frank-Peter Adam daran, vor allem das Buchungssystem für die Eintrittskarten für den praktischen Einsatz (Stichwort Homepage der Gemeinde, Burgbad-App) fit zu bekommen. „Ziel ist das eindeutig, das alles in fünf Tagen klar zu kriegen“, so Adam. Am 21. Juli soll das Bad öffnen, so ist der Plan.  

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