Langwedeler Oberschule geht Kooperation mit Bremer Science Center ein

Lernen im ganzen Universum

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Stefanie Glitza, Derik Eicke und Bernd Becker (v.li.) mit dem sichtbaren Beweis für die Kooperation von Oberschule Langwedel und Universum – einem Schild. Hinter der Kooperation steckt aber noch viel mehr, ist klar.

Langwedel - Jawoll, ja. Sommerferien, kein Gedanken an das Thema Schule verschwenden…oder höchstens ein bisschen und das alles mit gutem Gewissen. Schließlich ist auch schon ein Menge für die Zukunft nicht nur geplant sondern schon fest gemacht. Die Oberschule am Goldbach in Langwedel ist jetzt eine Partnerschule des Universum Bremen

Klar, die interaktive Wissenschaftsausstellung in der Hansestadt ist immer ein beliebtes Ziel für Ausflüge und Exkursionen aus Nordwestdeutschland. „50000 bis 60000 Schülerinnen und Schüler kommen pro Jahr“, schätzt Bernd Becker, Leiter des Bereichs Bildung im Universum. Das gilt dann allein für den Teil der organisierten Besucher.

Zu denen gehörten in der jüngsten Vergangenheit auch immer wieder Gruppen aus der Oberschule Langwedel. Dabei geht es nicht darum, den typischen altdeutschen Wandertag möglichst sinnvoll auszufüllen, wie Derik Eicke, Fachbereichsleiter GSW (Geschichte, Erdkunde, Politik), und Stefanie Glitza, Fachbereichsleiterin Naturwissenschaften an der Oberschule, im Gespräch erläutern.

Ziel sei es, das theoretische Wissen aus der Schule praktisch erfahrbar zu machen, bestimmte Bereiche zu vertiefen, indem Schülerinnen und Schüler experimentieren, selbst ausprobieren. Dann bleibt so ein Wissen nämlich besser hängen. Das ist nun keine sensationell neue Erkenntnis der Pädagogik, sondern altbekannt.

Aber mit dem Universum Bremen hat man einen außerschulischen Lernort an der Hand. „Und hier müssen das unsere Schüler auch hinkriegen, sich ein Stück weit selbst zur organisieren“, so Derik Eicke.

Was aber nicht bedeutet: „Nun macht mal schön.“ Anleitung und Kontrolle durch die Lehrer, Hilfe durch die ausgemachten Fachleute im Universum steht außer Frage. Aber das Hinführen zum selbstständigen Arbeiten ist methodisch dabei schon mit eingebaut. Auch schon ab Klasse 5, etwa zum Thema „Stoffeigenschaften mit den Sinnen erforschen“, so Stefanie Glitza. Was soll das denn jetzt konkret heißen? Farben sehen, Klänge und Töne hören, Oberflächen fühlen.

Selbst für 10. Klässler bieten sich noch Besuche im Universum an, wenn es etwa im Fach Biologie um die Evolution geht, oder in Physik um Kernkraft oder Energie allgemein.

Das Universum hat für seine Partnerschulen spezielle Angebote. Selbstverständlich auch mit dem Ziel, mehr Besucher nach Bremen zu bekommen. „Da haben beide Seiten etwas von, eine Win-Win-Situation“, ist sich Eicke bewusst. Mini-Workshops sind machbar, Forscher- und Technikzeiten. „Die Forscherzeiten sind optimal für uns“, findet Derik Eicke. Mal ganz abgesehen von der Methodik wird Schule dabei vom Universum immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft gehalten.

In der Konsequenz soll das bedeuten, dass Langwedeler Schülerinnen und Schüler innerhalb von zwei Jahren im Durchschnitt dreimal im Universum forschen, arbeiten, entdecken, lernen. Zunächst wird es an der Oberschule am Goldbach eine Testphase geben (keine Angst, die läuft erst nach den Sommerferien an). Verläuft die so, wie man es sich auf beiden Seiten erwartet, dann werden die Forscherbesucher im Universum für die Lehrer im Unterricht verpflichtend – und damit für die Kinder natürlich auch.

jw

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