Uraufführung im Rathaus

Theater, wie man es sonst nicht zu sehen bekommt

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Christoph Bendikowski führt am 20. Februar sein Theaterstück über das bemerkenswerte Leben eines Beamten, Künstlers und Lehrers auf.

Langwedel - Das gibt es in Langwedel nicht alle Tage, wird es auch in Zukunft nicht geben, das ist mal sicher. Dem Langwedeler Kulturverein ist es gelungen, eine echte Theaterpremiere zu ergattern. Der ortsansässige Schauspieler und Theaterleiter (Ekke Neckepen Theater) Christoph Bendikowski wird sein neuestes Stück für Erwachsene in Langwedel uraufführen. Und das macht den Kulturverein schon ein gehöriges Stück stolz.

„Das Ziel des Kulturvereins ist es, Künstler jeder Couleur nach Langwedel zu holen, um für die hiesige Bevölkerung Kultur und Kunst vor Ort anbieten zu können. Dazu gehören handgemachte, gute Musik, besondere Lesungen, interessante Ausstellungen, Kleinkunst aller Art und Theater, wie man es sonst nicht zu sehen bekommt. Ein weiteres Ziel des Vereins ist es, Kindern die Freude zu vermitteln, selber kreativ zu sein, aber auch den Einstieg zu einem kulturellen Angebot zu ebnen“, hat man sich auf die Fahnen geschrieben.

„Theater, wie man es sonst nicht zu sehen bekommt“ ist das Stück von Christoph Bendikowski schon mal ganz sicher. Liegt ja auch ein Stück weit in der Natur der Sache einer Welturaufführung.

Schon der Titel verspricht eine besondere Rückblende in einen Abschnitt unserer Geschichte, dargestellt an einem Einzelschicksal: „Wir brauchen keinen Teufel mehr, wir haben jetzt den Führer! Die Akte Rulff – Ein Künstlerschicksal zwischen den Weltkriegen.“

Ein Theatermacher der Jetztzeit spürt dem Leben eines Kollegen aus der Vergangenheit nach und kommt dabei einer bemerkenswerten Geschichte auf die Spur. Vorsichtig tastet sich Christoph Bendikowski dabei an ein schwieriges Stück Zeitgeschichte heran.

Collagenartig erzählt er aus dem Leben eines Künstlers, der aus einer gesicherten Beamtenlaufbahn ausbricht und sich in das wilde Theaterleben der 20-er Jahre stürzt. In den Zeiten des Nationalsozialismus muss er sich mit den Gleichschaltungsgedanken der NS-Kulturgemeinden herumschlagen, und die Kriegswirren überlebt er nur mit List und viel Phantasie. Schließlich gelangt er in ein kleines Dorf in der Schweiz, wo er seine Erfüllung findet.

„Ein Abendprogramm voller Witz, Wärme und Phantasie über das Leben eines vergessenen Künstlers und eines großartigen Menschen“, verspricht der Kulturverein in seiner Ankündigung für die Premiere am 20. Februar ab 20 Uhr im Bürgersaal des Langwedeler Rathauses. Einlass ist um 19.30 Uhr.

Karten sind im Vorverkauf ab Montag, 1. Februar, für 12 Euro in der Buchhandlung Rohrberg (Große Straße in Langwedel) zu bekommen. An der Abendkasse verlangt man 15 Euro Eintritt.

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