Langwedeler fordern mit Unterschriftenliste Ampel an der Großen Straße

„Es ist wirklich Zeit“

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Weil es ein Schulweg ist, aber nicht nur deshalb, fordern Nicole Felke, Andreas Brandt und Jörg Lambers eine Bedarfsampel anstelle des bisherigen Zebrastreifens an der Großen Straße. Dafür wurden fast 500 Unterschriften gesammelt.

Langwedel - Was hat sich an und mit der Großen Straße in Langwedel in den vergangenen 30 Jahren nicht alles getan. Aus der einstigen berühmt-berüchtigten Schlaglochpiste ist längst eine große und gut ausgebaute Einkaufs- und Durchgangsstraße geworden. Im Februar 2012 zählte man 10100 Fahrzeuge an einem Tag.

Auch darum haben Nicole Felke, Jörg Lambers und die Elternvertretung der Grundschule Langwedel 477 Unterschriften gesammelt, mit denen eine Ampel in Höhe der Großen Straße 50 gefordert wird.

Hier gibt es vor der Tagespflege (der ehemaligen Sparkasse), mehreren Geschäftshäusern und einer Bushaltestelle hüben und drüben zwar einen Zebrastreifen. Die Verkehrssituation ist aber alles andere als übersichtlich: Haltende Busse. Autofahrer, die ihre Vehikel auch schon mal da abstellen, wo sie es nicht dürfen. Kommt zu dem ohnehin schon kräftigen Betrieb ein Unfall auf der Autobahn, wälzt sich Umleitungsverkehr durch Langwedel. Man gebe noch Regen, Dämmerung und Dunkelheit hinzu (soll ja im Winter öfter vorkommen), wird die Situation noch unübersichtlicher – und dann für normale Fußgänger und erst recht kleine Grundschüler erst recht gefährlich.

Schon 1983 gab es den ersten Antrag, an dieser Stelle eine Ampel einzurichten, wusste gestern morgen Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt zu berichten, als ihm Nicole Felke und Jörg Lambers vor Ort die Unterschriftenliste überreichten und ihr Anliegen noch einmal verdeutlichten.

Bislang wurde Anträge für eine Ampel hier immer von den zuständigen Behörden abgelehnt. Die Begründung lautete immer gleich: Die Verkehrszahlen und die Zahl der Fußgänger im Durchschnitt reichen nicht für eine Ampel. „Absurd“, findet Jörg Lambers die Ausrichtung nach einem Durchschnittswert, der die Gefährdung von Schulkindern gerade zu Stoßzeiten außer acht lässt.

Beim Bürgermeister rennt man mit dem Begehren nach der Ampel auf jeden Fall offene Türen ein – und bei der Langwedeler Lokalpolitik durch alle Parteien hinweg auch, wie Brandt gestern durchblicken ließ.

Mit dem Anliegen der Bürger und der Unterschriftenliste wird die Verwaltung im nächsten Jahr eine Beratungsvorlage für die Gemeindegremien erarbeiten, mit der man beim Landkreis nachdrücklich eine Bedarfsampel für die Langwedeler Ortsmitte und einen der am stärksten frequentieren Schulwege fordern wird. „Ein Zebrastreifen bietet keine ausreichende Sicherheit. Es ist wirklich Zeit, dass hier etwas passiert“, so Brandt.

jw

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