Langwedeler Burgbad feiert 50. Geburtstag / Kein offizieller Teil / Solarerwärmtes Freibad auf historischem Boden

Informieren, mitmachen und sich im Wasser tummeln

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Toben, spielen, schwimmen und planschen standen bei der Burgbad-Jubiläumsfeier im Vordergrund.

Langwedel - Der Termin passte perfekt: Am vergangenen Sonnabend hatte das Burgbad in Langwedel bei freiem Eintritt zu seinem 50. Geburtstag eingeladen. Es gab ein buntes Programm, das vor allem bei den jüngeren Gästen großen Anklang fand.

Saubere Schwimmbecken, Umkleideräume und Sanitäranlagen, gepflegte Liegewiesen und ein attraktiver Kinderspielplatz: Das erwartet die Besucher im Langwedeler Burgbad, das am Sonnabend den 50. Jahrestag seiner Eröffnung mit einem Jubiläumsfest mit Flutlichtbaden gefeiert hat. Aus Anlass des Jubiläums fand außerdem das zweitägiges Bezirkszeltlager der DLRG auf dem Freibadgelände statt.

Informieren, Mitmachen und vor allem sich im Wasser tummeln, waren daher bis in den späten Abend hinein im Langwedeler Burgbad angesagt. Unter dem Motto „Spiel und Spaß“ hatten Mitarbeiter und Mitglieder der DLRG ein buntes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das vor allem den Kindern und Jugendlichen eine bunte Mischung aus Unterhaltung und Mitmachaktionen bot. Einen offiziellen Teil im klassischen Sinne gab es daher nicht und der Redebeitrag von Ortsbürgermeisterin Sigrid Ernst fiel kurz und knackig aus.

Hoch im Kurs standen vielmehr das mit etlichem Wasserspielzeug gefüllte Spielmobil der DLRG, aus dem sich die Badegäste nach Herzenslust bedienen konnten. Favorit bei den jüngeren Gästen war die Hüpfburg, während die älteren durchaus auch Interesse an der Geschichte des Burgbades und Geschichten rund um das Burgbad zeigten, die Schwimmmeister Thomas Becker für das Jubiläum zusammengestellt hatte.

50 Jahre Burgbad in Langwedel

Denn was viele nicht wissen: In Langwedel wird auf historischen Boden geplanscht und geschwommen, da sich auf dem „Großen Schlossberg“ seit etwa 1222 die Hauptanlagen einer Grenz-Burg und Residenz der Erzbischöfe von Bremen, die der Erzbischof Gerhard II. in Langwedel errichtet hatte, befanden. Im Laufe der Jahrhunderte war diese ursprünglich als „Wasserburg“ errichtete bedeutende Anlage fortlaufend bis zu einem Schloss ausgebaut worden. Nach dem 30-jährigen Krieg fiel sie 1648 an Schweden und wurde zu einem Festungsbau verändert. Um das Jahr 1770 sind die Befestigungsanlagen noch in der kurhannoverschen Landkarte dargestellt, deren sichtbaren Überreste vermutlich ab 1866, als die Anlagen in den Besitz der preußischen Könige gelangten, zerstört wurden. Im Zuge von Renovierungsarbeiten am Freibad wurden bis dahin unter der Oberfläche verborgene Reste der früheren Anlagen gefunden und von der Kreisarchäologie systematisch erfasst und vom Flecken Langwedel im Eingangsbereich des Burgbades ein „archäologisches Fenster“ angelegt und ein Teil der Grundmauern der mächtigen Toranlage, durch die man früher über den breiten Wassergraben in den Innenhof der Hauptfestung gelangte, sichtbar gemacht.

Mit der klassischen Badeanstalt hat das 2006 und 2007 aufwändig sanierte und seitdem solarerwärmte Freibad nichts mehr zu tun. Neben einem 25-Meter-Schwimmerbecken mit Sprungturm schließt sich ein Nichtschwimmerbecken mit Spaßbereich und Breitbahnrutsche und anderen Wasserattraktionen an. Zusätzlich lockt das Burgbad mit einem großen Kleinkinder-Wasserbereich, der sogar einen Babywickelraum mit Sanitärbereich bietet. In die große Liegewiese ist eine Beachvolleyball-Anlage und ein Spielplatz mit attraktiven Spiel- und Klettergeräten integriert und für das leibliche Wohl der Badegäste bietet der Kiosk Getränke und Speisen an.

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