Freies WLAN am Rathaus wird getestet

Flecken Langwedel sucht einen neuen Bauamtsleiter

Langwedel - Macht ein offener und für die Nutzer kostenfreier WLAN-Zugang im und vor dem Langwedeler Rathaus Sinn? „Wir probieren das mal im Kleinen aus“, so die Empfehlung des Finanz-, Personal- und Wirtschaftsförderungsausschusses der Gemeinde. Mit der Umsetzung wird es aber noch eine Weile dauern, vor 2018 wird das garantiert nichts.

Aktuell reicht die Kapazität der Technik im Rathaus nämlich nicht dafür aus, um einen öffentlichen WLAN-Zugang zu installieren. Zum ersten Januar werden die alten ISDN-Leitungen abgeschaltet, zukünftig werden Datenleitungen genutzt. Aktuell suche man noch nach einem Anbieter, der eine entsprechende Bandbreite für die Langwedeler Wünsche und Bedürfnisse bereitstellen kann, so Kämmerer Uwe Fahrenholz.

Fragen müsse man sich auch: „Wen will ich den überhaupt erreichen?“ Sollte man sich später für einen Ausbau des freien WLAN entscheiden, ließe sich das über weitere Access Points, etwa am Jugendtreff oder im Gewerbegebiet erreichen. Die EU wird unter dem Titel „WiFi for you“ ein Förderprogramm über 120 Millionen Euro einrichten, von dem europaweit bis zu 8 000 Gemeinde profitieren könnten. Das ist nicht viel und funktioniert zudem nach der Devise „Wer zuerst kommt, kriegt das Geld.“

„Wir sollten erst einmal die kleine Lösung probieren und gucken, wie der Bedarf ist“, erklärte Marco Bachmann von der CDU. Aus ihren Reihen, namentlich von der ehemaligen Ratsfrau Nathalie Weiß, war der Antrag für einen öffentlichen WLAN-Zugang gekommen.

Freies WLAN: „Brauchen wir das?

„Kleine Lösung“ bedeutet: freies WLAN im Rathaus, freies WLAN bis etwa 200 Meter vor dem Rathaus.

„Brauchen wir das?“, habe man sich in der WGL gefragt, wenn es um den Zugang vor dem Rathaus ging, so Michael Heine. Das ein Zugang im Rathaus für Besucher, die Verwaltung und schließlich auch die Kommunalpolitik absolut Sinn macht und nur zeitgemäß ist, darüber waren sich alle Parteien einig. Gar nicht glücklich über die Aussicht, vielleicht etliche Kinder und Jugendliche bei der WLAN-Nutzung vor dem Rathaus zu erleben, war Marco Behrmann (SPD). Die jungen Leute starrten eh schon reichlich auf ihre Handys, das müsse man nicht noch fördern. „Die sollen bolzen gehen.“  

Dass Bauamtsleiter Frank Bethge nach Jahrzehnten verlässt und zum Jahresende in die freie Wirtschaft wechselt, ist ja schon länger bekannt. In den zuständigen Ratsgremien konnte man sich jetzt erst mit dem Anforderungsprofil an den neuen Bauamtsleiter beschäftigen. Weil die CDU/FDP-Gemeinschaft nach der Bürgermeisterkandidatur auseinandergeflogen war und in der Folge erst einige Ausschüsse neu besetzt werden mussten.

Das Anforderungsprofil in der Stellenausschreibung für den Bauamtsleiter beschreibt nun den Aufgabenbereich genauso, wie er jetzt von Frank Bethge wahrgenommen wurde und wird. „Warum stehen da noch Aufgaben drin, von denen Frank Bethge entlastet werden sollte?“, wollte nicht nur Michael Heine wissen.

Auf der Suche nach einem weiteren Bauingenieur

Aktuell ist der Flecken dabei, einen weiteren Bauingenieur einzustellen. Außerdem wünscht man sich zusätzlich jemanden, der die stellvertretende Leitung des Bauamtes übernimmt. Allerdings braucht man zuerst einen neuen Bauamtsleiter.

Den zu finden könnte nicht ganz einfach werden, so der Hinweis von Hauptamtsleiter Rolf Korb. Man sollte den Posten in der Stellenbeschreibung nicht niedriger bewerten, als jetzt, um mit dem adäquaten Gehalt auch entsprechende Fachkräfte holen zu können. „Der Markt im öffentlichen Dienst im Landkreis Verden ist leer gefegt“, so Korb. Was man jüngst in der Nachbargemeinden Oyten und Kirchlinteln erlebt hat – hier hat man niemanden von außerhalb für leitende Positionen gefunden. Vor diesem Hintergrund warnte Korb vor zuviel Optimismus: „Ich gehe davon aus, dass es sehr schwierig wird überhaupt jemanden zu finden. Und bei der zweiten Stelle wird es noch schwieriger.“ Bei dem Gehalt, dass die Gemeinde bei einer entsprechenden Stellenbeschreibung überhaupt zahlen dürfe, „lachen die uns aus. Die finden beim Landkreis bessere Jobs.“

jw

Rubriklistenbild: © dpa

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