Trockenbauer bleiben einfach weg

Neue Oberschule nun doch nicht rechtzeitig fertig

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Zu Beginn des Jahres war es schon ein ambitioniertes Vorhaben, fast die ganze Oberschule zum neuen Schuljahr fertig zu haben, der Planer war aber zuversichtlich. Daraus wird nun nichts, weil eine Trockenbaufirma nicht antrat.

Langwedel - So gar keine gute Kunde hatte Hauptamtsleiter Rolf Korb am Dienstagabend im Schulausschuss parat: Die neue Oberschule wird nicht wie geplant fertig, der Umzug in den Sommerferien klappt nicht. Der Hintergrund ist im Boom in der Baubranche zu suchen. Die Firma, die in Langwedel den Zuschlag für die Trockenbauarbeiten bekommen hatte, trat einfach nicht wie vereinbart an.

In der Baubranche seien alle Firmen voll ausgelastet, so Korb. Wenn man überhaupt welche finde, sei „noch lange nicht gesagt, dass sie in voller Besetzung kommen“.

Für die Oberschule habe man relativ schnell eine neue Firma finden können. Rolf Korb: „Im Moment ist die Baustelle relativ voll. Das muss auch so sein.“

Im vergangenen Jahr hatte es auf der Großbaustelle in Langwedel schon erhebliche Verzögerungen gegeben, weil man die benötigten Fenster nicht bekam. Dreimal schrieb man Kunststofffenster aus, dreimal kam nicht ein einziges Angebot. Die Fenster gingen alle in den mehr als florierenden Wohnungsbaumarkt, erklärte man vonseiten der Bauplaner das Ausschreibungsergebnis.

Schließlich entschied man sich dazu, Metallfenster auszuschreiben. Hier gab es dann ein Angebot, sogar im Kostenrahmen. Aber die Zeit war verloren, durch fehlende Fenster rutschten auch andere Gewerke nach hinten.

Schulausschuss votiert einstimmig

Trotzdem hoffte und glaubte man noch, den Bauzeitenplan einhalten zu können und den generellen Schulbetrieb im neuen Gebäude zum neuen Schuljahr 2018/19 aufnehmen zu können. Nach den Herbstferien sollten auch die Fachräume fertig sein. Jetzt wird es eine weitere Verzögerung von vier bis sechs Wochen bei der Fertigstellung geben, die Oberschule wird also frühestens zu den Herbstferien fertig.

Das hätte auch die Helene-Grulke-Schule in Schwierigkeiten bringen können. Die Cluvenhagener wollten und sollten wieder mit einer Kooperationsklasse in die neue Oberschule einziehen.

So eine Koopklasse gibt es seit Jahrzehnten im Grundschulbereich schon an der Grundschule in Völkersen. Hier hat man über all die Jahre sehr gute Erfahrungen miteinander gemacht. In der Schule ist zudem noch Platz. Also kann und will man jetzt Schüler der 5. Klasse der Helene-Grulke-Schule aufnehmen, bis der Neubau der Oberschule fertig ist.

Nachdem sich die Schulen über diese Lösung einig waren, empfahl auch der Schulausschuss einstimmig diese Lösung. - jw

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