Stärke 2,5 - Zusammenhang mit Erdgasförderung

Spürbares Erdbeben erschüttert Langwedel und die Region

Langwedel - Ein Erdstoß der Stärke 2,5 hat am Dienstagmorgen im Raum Langwedel für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt. Das Beben wurde um 10.27 Uhr vom Niedersächsischen Erdbebendienst (NED) registriert.

Das so genannte seismische Ereignis in Langwedel sei für Menschen wahrnehmbar gewesen, bestätigt die Dea Deutsche Erdoel AG, die für die örtliche Erdgasgewinnung verantwortlich ist. Die maximal gemessene oberirdische Schwinggeschwindigkeit lag bei 2,1 Millimeter pro Sekunde. Schäden aufgrund des Erdstoßes seien dem Betreiber nicht bekannt geworden.

Das Epizentrum des Bebens liegt laut NED zwischen Langwedel und Kirchlinteln. Es befindet sich im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen. Der Erdstoß war über Langwedel hinaus bis nach Daverden, Holtum (Geest) und Verden spürbar, war auf Facebook unter anderem auf der Seite "Juskis Erdbebennews" zu lesen. 

Das letzte größere Beben fand am 22. April 2016 statt. Zwischen 2008 und 2016 seien bereits sieben schwache Erdbeben mit Lokalmagnituden (Stärke) zwischen 1,8 und 3,1 gemessen worden, erklärte das für den NED zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Der NED geht davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen der Erdgasförderung und den Erdstößen besteht.

Fragebogen für Betroffene

Mehrere Anwohner, so das LBEG, haben das Beben wahrgenommen und meldeten sich daraufhin bei der Behörde. Betroffene können im Internet einen Fragebogen ausfüllen, damit weitere Angaben zum Epizentrum und zu den Auswirkungen des Erdstoßes gesammelt werden können.

jdw

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Rubriklistenbild: © dpa

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