Landjugend Daverden stellt in 72 Stunden einen Trimmpfad ins Daverdener Holz

„Wir hatten alle Bock“

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Mit Kilian Wächter hatte die Landjugend einen echten Zimmermann an Bord. Und auch die Agenten, wie hier Jens Warnke (2.v.re.), ließen die Truppe bei der 72-Stunden-Aktion nicht allein.

Daverden - „Die eine Station entspricht noch nicht so ganz unseren Vorstellungen“, grummelten die vier Agenten Lars Lorenzen, Jens Warnke, Ilka Mattfeldt und Axel Rode bei ihrer Rückkehr aus dem Daverdener Holz zum Schützenplatz am Sonntagabend. Ehrlich? Nach 72 Stunden Arbeit? Nein, war nur Spaß. „Neid in meinen Augen, so was Hübsches habe ich noch nicht gesehen“, lobte Lorenzen die etwa 40 Akteure der Landjugend Daverden. „Ihr habt die Aufgabe mit Bravour bestanden.“

Die Daverdener hatten sich (wie berichtet) an der 72-Stunden-Aktion der niedersächsischen Landjugend beteiligt. Ihre Aufgabe: Im Daverdener Holz in drei Tagen einen Trimmpfad bauen, 1,8 Kilometer lang und mit zehn Stationen bestückt.

Als Lars Lorenzen die Aktion als erfolgreich beendet erklärte, strahlten sie alle, die Landjugend und die vielen Schaulustigen. Von denen gab es einen Riesenbeifall.

Für die Landjugend erklärte Thomas Gätje, der zwar in Langwedelermoor wohnt, aber wie weitere Mörsche oder Langwedeler, der Daverdener Landjugend angehört: „Die Motivation war groß.“

Noch bevor die Aufgabe am Donnerstagabend bekannt wurde, gab es über die sozialen Netzwerke die ersten Hilfsgesuche. Gefragt wurde nach Spaten, Schaufeln, Harken und anderen Gegenständen – und die wurden gleich vielfach angeboten. Alles war bestens organisiert, lobte Thomas Gätje, sogar ein kleiner Radlager wurde gestellt.

Am Freitagmorgen ging dann die große Gruppe an die Arbeit. „Wir freuen uns, dass wir mit Kilian Wächter einen echten Zimmermann in der Gruppe hatten“, lobte Gätje dessen Fachwissen. „Wir hatten alle Bock, etwas zu machen, auch die vielen Mädels.“

Zum Essen kamen alle von der Arbeit wieder auf den Schützenplatz, so dass man dort sehen konnte, wie viele Akteure im Wald aktiv waren. „Auf eine solche Truppe können wir stolz sein“, so Thomas Gätje. Am Sonnabend ging es so schnell, dass sogar noch ein Domweihbesuch drin war. Und zwischendurch wurde noch eine Bank erneuert, die arg unter der Witterung gelitten hatte.

Thomas Gätje dankte den vielen Sponsoren, die einen derartigen Einsatz ermöglicht hatten. Am Sonnabendmorgen kam Pastor Lars Quittkat mit den Kirchenvorständen Birgit Lebedies und Günter Röge und versorgte die jungen Arbeitskräfte mit Frühstück und heißem Kaffee – und da schien sogar die Sonne, bevor der Regen einsetzte.

Axel Klenke (Klenkes Gasthaus), die Etelser Fleischerei Spanuth und „Royal Döner“ sorgten ebenfalls für Verpflegung. Der Schützenverein Daverden stellte großartigerweise neben dem Schützenplatz auch Wasser und Strom zur Verfügung.

Lars Lorenzen und Jens Warnke führten die vielen Schaulustigen über den neuen Trimmpfad. Wer aber gedacht hatte, die beiden Agenten würden jedes Gerät vorführen, irrte. „Die Mischung muss erst hart werden“, hieß es angesichts der frischen Fundamente der Stationen.

Wieder auf dem Schützenplatz dankte Bürgermeister Andreas Brandt den Akteuren für die gelungene Aktion. Er habe keine Zweifel gehabt, dass die Daverdener die gestellte Aufgabe bewältigen würden. Vor Ort waren auch Daverdens Ortsbürgermeisterin Silke Brünn und Etelsens stellvertretenden Ortsbürgermeister Jochen Davids. Aus gutem Grund: Beide Ortsräte hatten jeweils 500 Euro aus ihren Haushaltsmitteln für Ortsbegrünung zur Verfügung gestellt. Trotz der Sponsoren und vieler privater Spender wies Thomas Gätje auf die aufgestellten Spendendosen hin – und die wurden in den nächsten Stunden reichlich gefüttert.

Schließlich musste die erfolgreiche Aktion gefeiert werden. Ilka Mattfeldt hatte Live-Musik organisiert. Die zehn „Young Soul Rebels“ um den Daverdener Peer Bothmer heizten die Stimmung ordentlich an.

hu

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