Die Wand steht – Restarbeiten bis Mitte Januar / 2,5 Millionen Euro verbaut

Lärmschutz für Langwedel-Förth

Fast 500 Meter lang ist die neue Lärmschutzwand in Langwedel-Förth.
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Fast 500 Meter lang ist die neue Lärmschutzwand in Langwedel-Förth.

Langwedel-Förth – Das große, stolze Bauschild ist schon verschwunden. Dafür zieht sich jetzt eine grüne Lärmschutzwand von der Eisenbahnüberführung in Langwedel-Förth rund 750 Meter lang östlich der Bahn in Richtung Dauelsen. Eine Wegstrecke weiter steht in „Verden-Dauelsen Nord“, so die Bezeichnung der Deutschen Bahn, noch ein gut 490 Meter langes Stück neue Schallschutzwand, das nun an eine bereits bestehende Wand anschließt. „Die Hauptarbeiten, die mit Sperrpausen und Arbeiten vom Gleis verbunden waren, wurden im Dezember an beiden Standorten fertiggestellt“, so eine Bahnsprecherin auf Nachfrage. Damit lag das Unternehmen genau im Zeitplan. „Nun finden bis Mitte Januar noch kleinere Restarbeiten statt und die Baustelleneinrichtungsflächen werden zurückgebaut“, so die Auskunft der Bahnsprecherin.

Gebaut wurden die Lärmschutzwände im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“. Damit wurde die Deutsche Bahn hier seit Anfang November im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums aktiv.

Die Schallschutzwände bestehen nach Angaben der Deutschen Bahn aus hochschallabsorbierenden Leichtmetallelementen und entlasten die Anwohner entlang der Bahnstrecke erheblich vom Lärm der vorbeifahrenden Züge. Zusätzlich profitierten auch weiter von der Bahnstrecke entfernt liegende Häuser und Wohnungen in „hohem Maße von der Wirkung dieser aktiven Lärmschutzmaßnahme“.

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert.

Seit 1999 haben Bund und Bahn bis einschließlich 2019 über 1,6 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von 1.844 Kilometern Schienenstrecke und rund 62.000 Wohneinheiten investiert, so eine Pressemitteilung der Bahn. Danach wurden allein im Jahr 2019 über 50 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und rund 119 Millionen Euro ausgegeben.

2015 hieß das noch: In Langwedel-Förth wird es keine Lärmschutzwand geben, lediglich passive Schallschutzmaßnahmen seien hier mit Fördermitteln möglich, so die Ansage der Deutschen Bahn Netz. Zum 1. Januar 2016 wurden die zulässigen Grenzwerte für Bahnlärm um drei dB(A) gesenkt, anschließend wurden Schallgutachten überarbeitet – und das hatte Folgen.

Nach der neuen Gesetzeslage waren auch fast alle Häuser an den Straßen Auf dem Kronsberg und Ostpreußenstraße (also noch hinter der Uelzener Bahn) von dem Bahnlärm der Strecke Bremen-Hannover betroffen. Das wiederum floß in die Berechnungen mit ein. Siehe da: Nun durfte eine Lärmschutzwand in der Ortsdurchfahrt Förth gebaut werden.

Die Wand ist gut drei Meter hoch und nach den Wünschen der Langwedeler Gemeindeverwaltung in den gleichen Grüntönen gehalten, wie die zwischen Langwedel und Etelsen in zwei Abschnitten gebauten Lärmschutzwände.

Rund 2,5 Millionen Euro wurden für die die Maßnahmen in Förth und Dauelsen jetzt fällig. An die zehn Millionen Euro haben bereits die gut 3,5 Kilometer langen Lärmschutzwände in Langwedel und Daverden sowie die noch einmal 3,4 Kilometer in Cluvenhagen und Etelsen gekostet.

„Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Schallschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind. Weitere Informationen zur Lärmsanierung sind im Internet abrufbar unter www.laermsanierung.deutschebahn.com“, so der Hinweis der Deutschen Bahn, die für mögliche passive Maßnahmen im Förth das Jahr 2022 im Visier hat.

Die Fertigstellung der großen Schallschutzwände im Flecken Langwedel hat man noch mit Staatssekretär, Bundestagsabgeordnetem, Landrat, Bürgermeister und vielen Ehrengästen gefeiert. Für Förth und Dauelsen wird es nichts Derartiges geben, so eine Sprecherin der Bahn.  jpw

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