Arbeiten im Frühjahr 2018 geplant

Lärmschutz an der Bahn in Etelsen mit Tuten und Tröten

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Im Frühjahr soll es auch in Etelsen Lärmschutzwände entlang der Bahn geben. 

Etelsen - „Wir müssen erst einmal das nehmen, was wir kriegen können“, meinte Bürgermeister Andreas Brandt am Montagabend auf der gemeinsamen Sitzung von Ortsrat Etelsen sowie Bau- und Verkehrsausschuss in der Etelser Grundschule. Etelsen und Cluvenhagen bekommen 2018 endlich Lärmschutzwände entlang der Bahnstrecke Bremen-Hannover.

Das Ganze ist eine freiwillige Maßnahme der DB Netz AG – der Flecken Langwedel darf dazu Stellung nehmen und Anregungen machen. Und das tat man am Montag.

Die Pläne der DB Netz sehen den Bau von Lärmschutzwänden in Etelsen nördlich der Bahn (Richtung Autobahn) von der 220 KV-Stromleitung in Cluvenhagen bis zum Tunnel Hustedter Straße vor. Auf der Südseite der Bahn soll es eine Wand vom Rosenweg bis zum Tunnel Bürgermeister-Benecke-Straße geben.

In Cluvenhagen ist eine Lärmschutzwand auf der Südseite etwa vom Tannenweg bis zur 220 KV-Leitung vorgesehen. „In Cluvenhagen hat die DB Netz auf der Nordseite definitiv nichts geplant“, berichtete Bauamtsleiter Frank Bethge.

Genau hier liegt für die Gemeinde nicht nur der Hase im Pfeffer sondern auch der Häsenberg mit einigen Wohnhäusern. Wie von der Verwaltung vorgeschlagen, stimmten Ortsrat und Bauausschuss dafür, auch den Bereich Am Häsenberg mit einer Lärmschutzwand abzuschirmen. Das allerdings geht lediglich als eine Anregung in das Verfahren ein, entscheiden wird das Eisenbahn-Bundesamt.

Bau der Lärmschutzwände von Februar bis Mai

„Haben wir den überhaupt eine Chance auf eine Lärmschutzwand?“, wollte ein Häsenberger wissen. „Wenn wir es nicht reinschreiben, dann haben wir gar keine Chance“, so Bürgermeister Brandt.

Die weiteren Anregungen der Gemeinde betreffen unter anderem den Einbau von Glaselementen in die Wand im Bereich des Bahnhofs Etelsen (damit man sieht, ob und wer da um die Ecke kommt), die farbliche Gestaltung der Wände, die barrierefreien Zugänge zum Bahnhof.

Bauen will die DB Netz die Lärmschutzwände von Februar bis Mai oder Juni 2018. „Und zwar vornehmlich nachts“, so Frank Bethge. „Dann trötet und dudelt es da wieder.“ Gemeint waren die automatischen Warnhörner, die eine durchaus eindrucksvolle Geräuschkulisse entwickeln können.

Nach Beendigung der Bauarbeiten wird die DB Netz noch einmal alle Hauseigentümer in den betroffenen Gebieten anschreiben. Dabei wird geprüft, ob und wo sich die Bahn am Einbau so genannter passiver Schallschutzmaßnahmen beteiligt – gemeint sind Fenster. Etwa da, wo keine Lärmschutzwand gebaut wird oder da, wo sie nicht ausreicht.

Mehrere Hindernisse 

Die Sache hat allerdings mehrere Haken: Förderfähig sind nach dem Sanierungskonzept nur Gebäude, wenn sie in einem Bebauungsplanbereich liegen, der vor dem 1. April 1974 bestandskräftig wurde bzw. Häuser, die vor dem 1. April 1974 eine Baugenehmigung erhielten.

Wer in der Vergangenheit sein Haus schon auf eigene Rechnung saniert hat, kann jetzt die Kosten nicht mehr rückwirkend geltend machen. Wer im aktuellen Programm 2018 keine Förderung beantragt, hat ein paar Jahre später dazu keine Gelegenheit mehr. Und noch etwas: Wer in das Förderprogramm kommt, dem zahlt die Bahn 75 Prozent der Kosten für die neuen Fenster, 25 Prozent hat man selbst zu tragen.

Insgesamt wird die Bahn in Etelsen und Cluvenhagen mindestens 3 379 Meter Lärmschutzwand in der Höhe von drei Metern bauen. Sollte der Häsenberg dazu kommen, werden es noch einmal gut 400 Meter mehr.

jw

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