Danni Schwaag und Sigi Brüns mit Fotografie, Grafik, Cyanotypie, Schmuck und Objekten

In Etelsen ist Kunst und Leben im ehemaligen Käsewerk

Danni Schwaag zeigt in Etelsen ihren Schmuck – in Material und Herstellung alles anderes als gewöhnlich.
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Danni Schwaag zeigt in Etelsen ihren Schmuck – in Material und Herstellung alles anderes als gewöhnlich.

Etelsen – „Gemeinsam mit Danni Schwaag, einer wunderbaren Schmuckdesignerin, erwecke ich endlich wieder die ehemaligen Räume des Käsewerks in Etelsen mit Schmuck und Kunst zum Leben“, freut sich Sigi Brüns auf das kommende Wochenende. Dann sind an der Etelser Bahnhofstraße 6 Fotos der beiden Künstlerinnen zu sehen, Schmuck, eine Zeichnung nach Musik wie auch Cyanotypien auf Glasbausteinen. Die Vernissage ist am Freitag, 1. Oktober. Einlass ist ab 18.30 Uhr mit der Kontrolle der 3 G-Regel (geimpft, genesen oder aktuell – nicht älter als 24 Stunden – getestet).

Sigi Brüns hat fotografiert, gemalt, bedruckt. Die Werke sind zu sehen und zu erleben im ehemaligen Käsewerk.

Die Einführung in die Ausstellung wird gegen 19.30 Uhr am Freitag Christina Duckwitz von der Kunsthalle Bremen übernehmen. Am Samstag und Sonntag, 2. und 3. Oktober, ist die Ausstellung jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Was erwartet die geneigten Besucher an diesem Wochenende? „Wir arbeiten beide gerne experimentell mit ungewöhnlichen Materialien, Formen und Farben: Danni Schwaag mit Emaille, Perlmutt und Galalith, einem Material aus den 30er-Jahren“, berichtet Sigi Brüns. „Von mir wird es Cyanotypien, ein altes fotografisches Edeldruckverfahren, auf Fliesen und Glasbausteinen zu sehen geben, bedruckt mit von mir fotografierten Surfern und Menschen am Wasser. Außerdem Cyanotypien, die direkt am Meer auf Papier entstanden sind und die meine Sehnsucht nach Leichtigkeit ausdrücken – farblich konnte ich mich hierbei vom für Cyanotypien üblichen Blau lösen.“

In den Zeiten der Pandemie sei sie zwei Wege gegangen, erzählt Sigi Brüns. Einmal den der inneren Einkehr, zum Beispiel mit einem Ritual morgens, um ihre Stimmung in Zeichnungen mit lichtempfindlicher Flüssigkeit festzuhalten oder Musik zu fühlen und zeichnerisch rhythmisch mit Tusche und Farbe aufs Papier zu übertragen. Andererseits ist die Künstlerin jeweils im September auf den Straßen von Hamburg (2020) und Berlin (2021) ihrer Intuition gefolgt, hat für sich besondere Momente fotografisch eingefangen – die nun in der Ausstellung zu sehen sind.

Danni Schwaag ist ausgebildete Goldschmiedin, hat an der Fachhochschule Idar-Oberstein und in Barcelona Schmuckdesign studiert. „Das ,Persönliche’ im Schmuckmachen, das aus einem inneren Impuls Entspringende, scheint mir die wertvollste Eigenschaft zu sein, etwas, das ich unbedingt für meinen Schmuck finden möchte. Oft ist es so, dass die anfängliche Idee sich als nicht zufriedenstellend erweist. Was dann tun? Das Machen einfach fortsetzen? Nicht darüber nachdenken? Woher kommt das, was man macht? Wohin wird es gehen? Die ursprüngliche Idee für ein Schmuckstück kann sich während der Arbeit in etwas völlig Unerwartetes verwandeln. Der Prozess sollte immer offenbleiben. Aus den Überraschungen während des Arbeitsprozesses, die ich als Geschenk wahrnehme, entwickelt sich meine Arbeit“, beschreibt Danni Schwaag ihre Arbeitsweise.

Die drei Damen für diese Cyanotypien hat Sigi Brüns auf Sylt, in Schweden und auf Mykonos fotografiert.

„Wir freuen uns sehr auf alle Besucher, müssen aber die 3 G-Regeln und die aktuell gültigen Hygienevorschriften einhalten“, so die beiden Künstlerinnen in ihrer Einladung. Das bedeutet, wie erwähnt: Die 3 G-Nachweise müssen kontrolliert werden, es gibt für die Ausstellung eine Luca-App sowie die Möglichkeit, sich über die Corona Warn-App einzuloggen – oder sich eben in eine Liste einzutragen. Das Tragen einer FFP2-Maske oder einer OP-Maske ist obligatorisch, es ist überall 1,5 Meter Abstand zu halten, es gibt ausreichend Handdesinfektionsmittel. Das große Tor zum engen Parkplatz des ehemaligen Käsewerkes muss am Freitagabend für Autos geschlossen bleiben, um während des Eincheckens draußen genug Abstand gewährleisten zu können. Sehr zur Freude einer dankbaren Sigi Brüns stellen Nachbarn Parkplätze bereit. So dürfen Besucher der Ausstellung auf den Parkplätzen des Schlosses Etelsen (Bremer Straße 2), parken, nebenan den Hof Beckröge (Bremer Straße 4) nutzen oder ihr Fahrzeug im hinteren Bereich des Hol ‘ab-Marktes (Bremer Straße 53) abstellen.  jpw

Weitere Infos, auch zu den Hygieneauflagen

www.sigibruens.de www.dannischwaag.de

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