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Kulturverein Langwedel: Seit zehn Jahren erfolgreich

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Von: Jens-Peter Wenck

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Wilfried Gründemann wurde für seinen außergewöhnlichen Einsatz geehrt. Sigrid Ernst, Silke Fronzek und Hans-Hermann Prüser (von links) bilden auch nach den Neuwahlen den Vorstand des Kulturvereins.
Wilfried Gründemann wurde für seinen außergewöhnlichen Einsatz geehrt. Sigrid Ernst, Silke Fronzek und Hans-Hermann Prüser (von links) bilden auch nach den Neuwahlen den Vorstand des Kulturvereins. © PS

Langwedel – „Watt mutt, dat mutt.“ Um wieder in den gewohnten zeitlichen Turnus der Jahreshauptversammlungen zu kommen, hatte der Langwedeler Kulturverein zur diesjährigen Sitzung eingeladen. Und das live und wahrhaftig ins Häuslingshaus, unter Beachtung der aktuellen Corona-Verordnungen und durchaus unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine, wie die Vorsitzende Sigrid Ernst berichtet. Mit einiger Spannung wurde dennoch einerseits der Bericht über die vergangenen Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen, andererseits der Kassenbericht erwartet.

Jutta Gründemann hatte in gewohnter Manier eine musikalisch unterlegte Präsentation vorbereitet, in der deutlich wurde, dass trotz aller Einschränkungen ein buntes, vielfältiges Angebot möglich gemacht worden war.

„Durch die eingeworbenen Fördergelder wurde erstens das entsprechende Equipment angeschafft, um gestreamte Beiträge zu senden, und zweitens wurde es dadurch möglich, die Gagen der Künstler zu bezahlen, ohne gleichzeitig Einnahmen durch Eintrittsgelder zu haben. Besonders beeindruckend wurde deutlich, mit welchem Aufwand das Häuslingshaus oder der Rathaussaal in ein Sendestudio verwandelt wurde“, so Sigrid Ernst.

Erläutert und ergänzt wurden die Bilder von Silke Fronzek, verantwortlich für das Erzählcafé und die Trauungen, von Karin Plumhoff für den Spieletreff und Sigrid Ernst für die kulturellen Veranstaltungen.

Hans-Hermann Prüser stellte zum ersten Mal in seiner Funktion als Kassenführer den Kassenbericht vor. Ausführlich und mit vielen Details machte er auf die Besonderheiten des Vereins, der zusätzlich zu seinem kulturellen Angebot auch eine Immobilie zu unterhalten hat, aufmerksam. Er rief die Mitglieder dazu auf, auch in Zukunft die Kosten im Blick zu behalten, wenn die Fördergelder nicht mehr so fließen würden, wie in Pandemiezeiten.

Zur Wahl stand der Posten der 2. Vorsitzenden. Silke Fronzek stellte sich erneut zur Wahl und wurde einstimmig wiedergewählt.

Sigrid Ernst erläuterte an diesem Abend das Veranstaltungskonzept, „mit dem seit zehn Jahren erfolgreich Besucher aus dem Flecken Langwedel und aus der weiteren Region zu den Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Vorträgen und zu den Kinderveranstaltungen ins Häuslingshaus, ins Rathaus zu Langwedel und anderen Spielstätten eingeladen werden“.

Zum Angebot des Kulturvereins gehörten gesellige Treffen, das Erzählcafé und der Spieletreff sowie die kulturellen Angebote auf der Kleinkunstdiele im Häuslingshaus. Darüber hinaus nutze der Verein auch gerne andere Spielstätten in der Gemeinde, je nachdem welche Größe oder welches Ambiente passe. Mit diesem Konzept schaffe der Verein ein breites, regelmäßiges Angebot kleinerer und größerer Veranstaltungen für alle Bewohner der Gemeinde, von den Kindern bis zu den Senioren. Dabei gebe es Wissenswertes, Unterhaltsames und Musikalisches, Nachdenkliches und fröhliches Beisammensein, und alles zu einem möglichst erschwinglichen Eintrittspreis.

Für den März hat der Verein eine Reihe von Vorträgen geplant und am kommenden Sonnabend, 5. März, ein Konzert mit Thorsten Finner im Häuslingshaus.

Am 25. März um 15 Uhr wird die Kunsttherapeutin Kathrin Müller-Struß das Vortragsthema „Bauhausfrauen“ noch einmal aufnehmen und einen Malworkshop anbieten. Noch nicht im Terminflyer des Kulturvereins für das erste Halbjahr 2022 enthalten ist ein Termin am 21. April ab 16 Uhr. „Einige Langwedeler Organisationen stellen sich bei einer Tasse Kaffee den Fragen, Anregungen oder der Kritik aus der Bevölkerung. Der Ortsrat, der Ortsverein des NABU, der Touristikverein und der Kulturverein werden dann vor Ort sein“, kündigte Ernst an.

Die Arbeiten rund ums Häuslingshaus werden jetzt verantwortlich von Harald Fronzek und Jürgen Luttmann übernommen, so der Beschluss der Jahreshauptversammlung. Die gedachte auch des verstorbenen Mitgliedes Hermann Symanczyk. „Er hat sich besonders bei der Restaurierung des Häuslingshauses, dem Bau des Nebengebäudes und vielen anderen Gelegenheiten um die Entwicklung des Vereins verdient gemacht“, erklärte die Vorsitzende für den gesamten Vorstand. Der hatte noch eine Auszeichnung parat: Wilfried Gründemann wurde aufgrund seines außergewöhnlichen Einsatzes für den Verein besonders geehrt.

Blieb Sigrid Ernst noch, ein Fazit für die Versammlung zu ziehen: „Kultur ist das Fundament unserer Identität, das Fundament von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Ohne Kultur und Kreativität würden wir geistig, emotional und wirtschaftlich verkümmern.“  jpw

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