„Unser Dorf hat Zukunft“: Einwohner sollen Ideen für Ortsentwicklung einbringen

Kulturpfad? Anderes Projekt?

Arbeitskreis-Treffen im „Grashoff's“: (von links) Heinrich Clüver, Kornelia Gerwien-Siegel, Bernd Sackretz, Jürgen Volk, Anja Steffen, Petra Henke, Bijanka Müller und Andreas Noltemeyer. - Foto: Mix

Völkersen - „Wir könnten vielleicht als erstes einen Kulturpfad durch Völkersen entwickeln“, überlegt Andreas Noltemeyer. Eine Strecke entlang von historischen Hofstellen, wo Hinweistafeln den Besuchern erläuternde Texte bieten, schwebt dem Ortsbürgermeister vor. Aber die Einwohner – rund 1 500 zählt Völkersen – hätten womöglich noch ganz andere Ideen. Möglichst viele sollen kommen, wenn es am Freitag, 20. April, 19 Uhr, im „Grashoff's“ zur Sache geht. Titel der Veranstaltung: „Unser Dorf hat Zukunft“.

Der gleichnamige Arbeitskreis mit Noltemeyer als Wortführer traf sich am Donnerstagabend in dem Gasthaus, um die Versammlung vorzubereiten. Und auch, um dafür mit Hilfe der Presse die Werbetrommel zu rühren.

Beim vom Bundeslandwirtschaftsministerium initiierten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte Völkersen im vorigen Jahr auf Kreisebene den vierten Platz belegt. Dazu war vom Arbeitskreis eine Umfrage im Ort gestartet worden, an der sich nach Angaben von Bijanka Müller 84 der rund 600 Haushalte „und damit immerhin sechs Prozent“ beteiligten. Ergebnisse sollen am 20. April präsentiert werden.

„Wir wollen möglichst viele Menschen erreichen und deshalb werden alle Haushalte in Völkersen nach Ostern eine farbig gedruckte Einladung zu der Dorfversammlung in den Briefkasten gesteckt bekommen“, sagte Kornelia Gerwien-Siegel, die die Veranstaltung moderieren wird. „Es wäre gut, wenn die Gemeinde uns beim Kopieren unterstützen könnte“, meinte Bernd Sackretz, der mithelfen wird, das Druckwerk im Ort zu verteilen.

Ohne den Ergebnissen der Umfrage vorgreifen zu wollen, lägen die Probleme und Wünsche in Völkersen auf der Hand, sagte Noltemeyer. In den vergangenen Jahren seien einige „Versorgungsstrukturen weggebrochen“. Der Ortsbürgermeister erinnerte daran, dass sowohl die Sparkasse als auch die Volksbank ihre Zweigstellen in Völkersen geschlossen haben „und bis heute noch nicht einmal bereit sind, wenigstens Geldautomaten aufzustellen“. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln und der Besuch von Ärzten sei für Einwohner ohne Auto schwierig. Noltemeyer: „Das brennt besonders älteren Menschen unter den Nägeln.“ Eventuell könnten ja ein Bürgerbus oder ein Sammeltaxi-System die Anbindung nach Langwedel verbessern.

Aber gar so düster sehe es in Völkersen wiederum auch nicht aus, merkte Noltemeyer an. „Neben einem lebendigen Vereinsleben und einer Gaststätte haben wir hier einen funktionierenden Hofladen, einen Schlachter und einen Bäcker.“

Dennoch sehen er und seine Mitstreiter Verbesserungsbedarf. „Ich wäre froh, wenn sich an dem Abend wenigstens eine AG finden würde, die ein Projekt angehen will“, äußerte Gerwien-Siegel. Es müsse ja nicht gleich das schwierige Thema „Dorfplatz“ in Angriff genommen werden. „Eine Homepage für Völkersen, die doch am besten junge Leute schaffen könnten, wäre klasse.“ - mm

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