Künstlerin Anne Richard bemalt den Fußgängertunnel am Bahnhof

„Jan Wind“ und andere Etelser Motive als Blickfang

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Als erstes hat Anne Richard gestern die Etelser Mühle an der Wand gestaltet.

Etelsen - Der Fußgängertunnel am Etelser Bahnhof, bei dem zeitgemäße Pendlerpark- und Fahrradabstellplätze nach wie vor auf sich warten lassen, wird zum Blickfang. Die Künstlerin Anne Richard hat gestern damit begonnen, die Wände mit Motiven des Ortes zu bemalen.

Wer die Strecke nutzt, kann auf der Nordseite bereits ein mit feinem Pinselstrich gezogenes Abbild der Windmühle „Jan Wind“ entdecken.

67000 Euro lässt sich die Gemeinde Langwedel das Verschönerungsprojekt, das Richard bis zum Herbst 2016 vollendet haben will, nach Angaben von Bürgermeister Andreas Brandt insgesamt kosten. Bevor die Künstlerin gestern mit Leiter, Pinsel und Fassadenfarbe anrückte, hatte eine Fachfirma die zum Teil maroden Betonwände saniert und ein Achimer Malereibetrieb einen neuen Grundanstrich mit der Deckfarbe hellblau vorgenommen.

Nun ist Anne Richard dran. Ein Foto der Etelser Mühle diente ihr gestern als Vorbild, um das historische Bauwerk detailgetreu auf der blauen Wand zu gestalten. In bunt bekleckster Latzhose stand sie seit dem Morgen auf der Leiter, und schon am frühen Nachmittag sah „Jan Wind“ weitgehend fertig aus.

Die anschließende lange Tunnelstrecke will die 38-jährige Cluvenhagenerin mit dem Schleusenkanal samt der beeindruckenden Stabbogenbrücke bemalen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Unterführung soll die Landschaft an dem künstlichen Gewässer zur Geltung kommen.

„Ich werde dabei alle Jahreszeiten darstellen“, verriet Richard. „Also den Frühling mit seinen Keimlingen und Bäumen mit wenigen Blättern, den Sommer mit satten Wiesen und Kornfeld, den Herbst mit einem Baum, der Laub verliert, und Acker, der brach liegt, sowie den Winter mit ein bisschen Schnee auf den Feldern und Wiesen.“

Das Etelser Schloss und der Park drumherum sollen die Kopfseite „im Süden“ zieren. „Am rechten Ende“, zu den Parkplätzen hin, will die Kunstmalerin eine „grobe Skizze mit den Straßen im Ortskern“ platzieren.

In der kalten Jahreszeit wird sich Anne Richard allerdings nicht ans Werk machen. „Draußen sollte schon mindestens eine Temperatur von zehn Grad herrschen, damit die Acrylfarbe auch relativ schnell trocknen kann.“

mm

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