Ein Konzert bei guten Freunden

Miriam Spranger begeistert im Hofcafé zu Haberloh

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Nicht nur Roland Pöllnitz und Miriam Spranger hatten bei dem Konzert ihre Freude.

Haberloh - „Ich singe nur Songs, die ich selbst getextet und vertont habe und nur in deutschere Sprache und vor allem live“, verriet die junge Künstlerin Miriam Spranger aus Chemnitz bei ihrem Auftritt im Hofcafé Haberloh. Dem Publikum war sie teils schon bekannt, die 30-Jährige hat nach vergangenen Auftritten in Haberloh und in Etelsen einige Fans vor Ort.

Jetzt kam Miriam Spranger nach Auftritten in Rostock, Schwerin und Lübeck also wieder nach Haberloh.

Dichterwirt Roland Pöllnitz stellte die junge Künstlerin vor – und schon ging es los. Mitgebracht hatte Spranger ihre CD „Echt“, doch hatte sie auch Lieder der ersten CD „Hör auf Dein Herz“ dabei. Für ihre Texte braucht sie nur ihre Umwelt zu beobachten, denn da gibt es immer wieder Steilvorlagen. Sie verarbeitet also selbst Erlebtes, aber sie schaut auch vieles aus der Begegnung mit anderen Menschen ab.

Etwa bei ihrem Lied über das Streiten. „Streiten ist verlorene Zeit.“ Und gleich kam Nachdenkliches hinterher: „Hör auf dein Herz“. Viele Dinge sollte man so hinnehmen, wie sie sind, riet sie, denn ändern kann man sie nicht. Sie sang mit Ironie über die schönen Menschen auf dieser wunderschönen Erde – die aber nicht den Mund aufmachen sollten.

Von traurig bis kitschig

Gespannt lauschte das Publikum den vieldeutigen Texten der Künstlerin. Vor einer kleinen Pause stellte sie noch ihr Lieblingsstück vor, eines für Katzenliebhaber: „Der kleine Muskelkater“.

Ihren sächsischen Tonfall konnte die Künstlerin übrigens nicht ganz verbergen (vielleicht wollte sie es auch gar nicht). Auf alle Fälle kam es beim Publikum klasse an, wenn sie zwischen den Liedern einige Passagen aus ihrem Leben erzählte und auch die Entstehung der Lieder erklärte.

Miriam Spranger machte mit einem traurigen Song weiter, legte ein kitschiges Liebeslied nach, um schlussendlich ihr Publikum mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken. Von wegen: Nach Hause. Ohne Zugaben wollte das Publikum partout nicht gehen. „Ich glaube, ich war nicht das letzte Mal hier“, meinte Miriam Spranger beim Abschied. Bestimmt auch, weil sie mit Roland und Lydia Pöllnitz inzwischen eine echte Freundschaft verbindet. 

 hu

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