Unternehmen Marco Bungalski schaltet Glasfasertrasse für größere Bandbreiten frei

„Kleiner“ bringt Völkersen schnelles Netz

Schnelles Internet an der Schnellstraße: Haben das neue Glasfasernetz gemeinsam auf den Weg gebracht (v.l.): Bürgermeister Andreas Brandt, als Vertreter des Ortsrats Petra Henke, Frank Tödter, Heinrich Clüver und Andreas Noltemeyer (Ortsbürgermeister) sowie (sitzend) Tobias Pietza, Vertriebsleiter der Marco Bungalski GmbH.
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Schnelles Internet an der Schnellstraße: Haben das neue Glasfasernetz gemeinsam auf den Weg gebracht (v.l.): Bürgermeister Andreas Brandt, als Vertreter des Ortsrats Petra Henke, Frank Tödter, Heinrich Clüver und Andreas Noltemeyer (Ortsbürgermeister) sowie (sitzend) Tobias Pietza, Vertriebsleiter der Marco Bungalski GmbH.

Völkersen – „Im Sommer 2020 gibt es schnelles Internet in Völkersen“ – so hatte es das Unternehmen Marco Bungalski aus Verden bereits 2016 versprochen, als die politische Entscheidung zum Breitbandausbau in Völkersen fiel. Nun scheint es, dass das Unternehmen dieses Versprechen tatsächlich einhalten kann. Obwohl die angepeilte Anzahl der Verträge nicht ganz erreicht wurde, realisiert das Unternehmen den Glasfaserausbau in dem Langwedeler Ortsteil. „In der Hoffnung, dass wir die Zahl bald erreichen“, sagt Vertriebsleiter Tobias Pietza.

Gerade die letzten Monate hätten gezeigt, wie wichtig eine gute Datenanbindung zu Hause sei. Denn die Arbeit im Homeoffice, die viele aus Schutz vor dem Corona-Virus mittlerweile praktizieren, werde durch eine schlechte Internetverbindung deutlich erschwert. 200 von rund 660 Haushalten haben bislang Verträge mit Bungalski abgeschlossen.

Die Gesamtkosten für die Herstellung der Trasse in Höhe von 200 000 Euro übernahm Bungalski eigenwirtschaftlich (ohne Unterstützung durch Fördergelder). „Uns hat auch das Engagement am Ort überzeugt“, betont Vertriebsleiter Pietza.

Gemeinsam habe der Ortsrat zur Bürgerversammlung eingeladen, ein Bauzaunbanner aufgehängt, ein Osterfeuer organisiert und „viele Klinken geputzt“, erinnert sich Ortsbürgermeister Andreas Noltemeyer (Bündnis 90/Die Grünen). „Die großen Unternehmen wollten es nicht machen und dann kommt so ‘n Kleiner um die Ecke und macht’s“, fügt er hinzu.

Nachdem die Tiefbauarbeiten abgeschlossen und die Kabel mit Glasfaser versehen sind, ist Bungalski nun dabei, die Hausanschlüsse zu verlegen. Das Unternehmen mit Sitz in Dauelsen, nach eigenen Angaben „Verdens führender Glasfaseranbieter“, hat auf einer Strecke von acht Kilometern neue Glasfaserleitungen verlegt und vier sogenannte Kabelverzweiger (Verteilerkästen für die Kupferkabel) erschlossen.

Mittels VDSL-Vectoringtechnik könne das Unternehmen – je nach Vertrag – Bandbreiten von bis zu 100 MBit zur Verfügung stellen. Während der Straßenverteiler komplett per Glasfaserkabel gespeist wird, seien auf den letzten 100 Metern zum Haus teilweise noch Kupferkabel verlegt, erläutert Tobias Pietza. Umfassender gestaltet sich der Ausbau im Neubaugebiet Heideweg und an der Straße Zum Bockhoop: Dort wird komplett mit FTTH (Glasfaser bis ins Haus) erschlossen, was den angeschlossenen Haushalten bis zu 400 MBit pro Sekunde ermöglicht.

Seit vergangenen Montag laufen die Schaltungen in Völkersen. „Wir schließen zwei bis fünf Kunden täglich an“, so Pietza. In wenigen Monate werden die Anschlüsse fertiggestellt, „damit wir die weißen Flecken beseitigen“, sagt Pietza und bezieht sich auf Straßenzüge, in denen aufgrund von überholter Technologie nur geringe Bandbreiten und somit langsame Datenübertragungen erreicht werden können.

„Nun sind wir mit dem Internet-Ausbau im Flecken einen Schritt weiter“, freut sich Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt. Zeitgleich starte der Ausbau in Nindorf, mit dem etliche Haushalte auch per FTTH versorgt werden sollen. Dieser ist Teil des geförderten Breitbandausbaus „Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) des Landes Niedersachsen. Bei 315 000 Euro Gesamtinvestition beträgt der Anteil der GAK-Förderung 202 000 Euro. Nächste Woche sei Schülingen an der Reihe, Lindholz solle folgen. Brandt hat noch weitreichendere Pläne, nämlich in den nächsten zehn Jahren die Internetanschlüsse aller Ortsteile auf Glasfaser umzustellen. „Man muss sich sportliche Ziele setzen, sonst geht nichts voran“, findet der Bürgermeister.

Von Lisa Duncan

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