Klasse 4a gewinnt die Waldjugendspiele / Morsumer bekommen Freikarten

Das Wildschwein bleibt in der Grundschule Völkersen

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Die 4a aus Völkersen ist der diesjährige Sieger der Waldjugendspiele. Dafür bleibt der hölzerne Gewinner-Keiler ein Jahr in Völkersen, es gab eine Urkunde, Eintrittskarten für den Wildpark Lüneburger Heide – und ganz viel Lob.

Völkersen - „Das ist heute wirklich ein ganz besonderer Dienstag“, strahlte Schulleiterin Angelika Bernstein-Janßen in die Runde. „Wir haben fast so viel Gäste, wichtige Leute, wie wir Schüler haben.“ Es stimmt schon, die Grundschule Völkersen ist nicht gerade groß. Dazu vielleicht ein bisschen besonders. Und deswegen waren auch die wichtigen Leute da.

Schon zum vierten Mal hat mit der 4a eine Klasse aus Völkersen die Waldjugendspiele für Grundschüler aus dem Landkreis Verden gewonnen, seit es einen großen hölzernen Keiler als Wanderpreis gibt. Eine gerahmte Urkunde zum Behalten gibt es sowieso.

Eigentlich hätten die Veranstalter der Spiele im Verdener Stadtwald (die Jägerschaft des Landkreises Verden, der Forstverband für den Landkreis Verden, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Betriebshof der Stadt Verden) das Wildschwein gleich in der Pausenhalle der Grundschule lassen können. Die Völk‘ser hatten schon 2014 gewonnen.

„Wie machen die das bloß?“ Rektorin Bernstein-Janßen hat da mehr als eine Ahnung, die Bürgermeister Andreas Brandt, selbst Völkerser, später in seiner Gratulation aufgriff: In Völkersen gehen die Familien gern und oft in den nahen Wald, den Spanger Forst. Hier gibt es ja auch eine Menge zu entdecken. „Da können wir gar nicht gegen an unterrichten“, lachte Bernstein-Janßen. Das nicht. Aber das Wissen weiter ausbauen geht schon trefflich. Etwa mit den vielen verschiedenen Blättern, die die Bäume rund um die Schule liefern. Die kennen die Völkerser Kinder. Zum Beispiel.

„Ich durfte bei den Waldjugendspielen ja als Gast dabei sein. Also, was die Kinder da für ein Wissen hatten, aber alle, sagenhaft. Manches hätte ich selbst nicht gewusst“, meinte Michael Hackenbroich vom Wildpark Lüneburger Heide. Der ist Sponsor der Waldjugendspiele und spendiert der Siegerklasse in jedem Jahr den Besuch des Wildparks bei freiem Eintritt. Noch eine weitere Klasse bekommt freien Eintritt, sie wurde unter allen Teilnehmern ausgelost. Mina war gestern die Glücksfee und zog die Klasse 4b der Grundschule Morsum aus dem Hut von Friedrich Gregorius.

Der Mann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte den Kindern in einer kleinen Feierstunde mit Vertretern der Veranstalter, Bürgermeister Brandt und Landrat Peter Bohlmann erklärt, warum es die Waldjugendspiele gibt und wie man den Kindern den Schutz des Waldes ans Herz legen will. Sicher, der Wald ist ein tolles Naherholungsgebiet. Um ihn, der im Landkreis Verden übrigens überwiegend in Privathand ist, müssen sich Jäger, Förster und Besitzer kümmern, soll es ihm gut gehen. Dazu gehört auch, dass im richtigen Maß Bäume gefällt werden, damit man Holz bekommt. Aber es müssen eben auch Bäume nachgepflanzt werden.

Einen neuen Baum zu pflanzen gab es an der Grundschule Völkersen natürlich auch noch. Die Gewinner der Waldjugendspiele hatten sich eine Eberesche ausgesucht. Wegen der Vogelbeeren, die sind im Winter gut als Vogelnahrung. Deswegen heißen sie ja auch so. Friederich Gregorius erzählte der 4a noch so allerlei über die Eberesche – und die Kinder hatten vorher erzählt, was sie an den Waldjugendspielen toll fanden: den Jagdhund, das Jagdhorn, die Ameisen, das Balancieren, die Pilze, die Förster waren alle total nett. Am häufigsten aber hieß es: „Besonders gut fand ich, dass sich unsere Gruppe so gut verstanden hat“ und „…, dass sich keiner gestritten hat.“ Wenn das mal kein Gewinn ist. Auch ohne Urkunde.

jw

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