Unterricht vor 50 Jahren noch in Daverden

Kirchengemeinde Etelsen: Zum zweiten Mal goldene Konfirmation gefeiert

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Bevor es mit Glockengeläut in die Kirche ging, trafen sich die Konfirmationsjubilare mit Pastor Martin Beckmann im Gemeindehaus.

Etelsen - Die Etelser Kirche wurde am 3. Oktober 1965 eingeweiht, 1966 erfolgten dort die ersten Konfirmationen. Einen eigenen Pastor hatte die neue Kirchengemeinde „Zum Guten Hirten“ damals noch nicht.

Lange gehörten die Christen in der damals noch selbstständigen Gemeinde Etelsen zur Kirchengemeinde St. Sigismund in Daverden und so segnete deren Pastor Viktor Kühn auch im Jahr 1967 noch die gut 40 Konfirmandinnen und Konfirmanden in Etelsen ein. Zwar gab es seit dem 1. April 1967 mit Karl Bobzien den ersten Etelser Pastor, die Konfirmandinnen und Konfirmanden aber hatten ihren Unterricht noch in Daverden.

Zur Feier der goldenen Konfirmation konnte Pfarramtssekretärin Helga Jüntgen nicht an alle Ehemaligen eine Einladung schicken. Einige sind leider bereits verstorben, bei anderen konnte man den aktuellen Wohnort nicht ausfindig machen.

„Für die Etelser Kirchengemeinde ist dieses Konfirmationsjubiläum noch etwas Neues“, so Pastor Martin Beckmann in seinen Begrüßungsworten für die 16 Jubilare, die gekommen waren. „Diese goldenen Konfirmationen haben bei uns noch keine Tradition. Die muss sich erst entwickeln.“

Modernes Engelbild als Andenken

Die ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten sich zunächst im Gemeindehaus getroffen. Gemeinsam mit Pastor Martin Beckmann ging es unter Glockengeläut in die festlich geschmückte Kirche. Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst vom Daverdener Posaunenchor unter Leitung von Heidi Schmidt und der Orgelmusik vom Organisten Markus Wilks.

Als Erinnerung bekamen die Jubiläumskonfirmanden nebst ihrer Urkunde eine Kerze versehen mit einem modernen Engelbild. Im Anschluss an den Gottesdienst und dem Sektempfang in der Kirche traf man sich im Gemeindehaus zu einem festlichen Mittagsmenue, an dem auch Familienangehörige teilnahmen. Bei Kaffee und Kuchen wurden später in Gesprächen und Begegnungen die alten Erinnerungen aufgefrischt, unter anderem auch durch Filme von Pastor Martin Beckmann, die zum Kirchenjubiläum vor zwei Jahren entstanden waren.

Die Stunden vergingen wie im Flug, zumal die Erinnerungen an die Prüfung, die der Konfirmation vor 50 Jahren vorgeschaltet war, wieder in Erinnerung gerufen wurden. „Wir mussten verschiedene Kirchenlieder und Psalmen auswendig lernen.“ Vor den Gottesdienstbesuchern und dem Kirchenvorstand wurde das Wissen dann abgefragt.

Heute ist es für die Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Etelser Gemeinde entspannter, denn der Vorstellungsgottesdienst wird mit den Jugendlichen gemeinsam vorbereitet und von ihnen dann auch präsentiert. Es macht eben mehr Spaß, in der Gruppe zu arbeiten als Liedertexte auswendig zu lernen, die nicht immer einfach und verständlich sind. 

hu

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