Kirchen-Backwerk für 108 Euro versteigert

Knusperhäuschen sehr begehrt

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Auktionator Bernd Roseland (rechts) überreichte das Knusperhaus an Bernhard Bethmann.

Etelsen - „Zum Ersten, zum Zweiten und …“ – doch bevor Bernd Roseland, Mitglied im Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Etelsen, im Gewand des Auktionators den Zuschlag erteilen konnte, wurde schon wieder ein neues Gebot in den Saal gerufen. Bei der Versteigerung des kunstvoll handgefertigten Knusperhauses während des traditionellen Basars am ersten Adventssonntag im Etelser Gemeindehaus ging es hoch her.

Hildegard Stührmann hatte den süßen Hingucker in vielen Stunden in mühevoller Kleinarbeit gebacken und verziert. Roseland stellte das Häuschen dann in sehr werbender Art vor, so dass wohl jeder im Saal den Zuschlag haben wollte.

Als Auktionator mit Weihnachtsmann-Mütze auf dem Kopf und Fleischklopfer in der Hand, rief er das Mindestgebot aus: ein Euro. Zunächst rührte sich keiner, die Versteigerung kam nur schleppend in Gang. Doch dann überschlugen sich die Gebote, denn an den langen Tischen sitzende Besucher wollten dieses Schmuckstück unbedingt mitnehmen. Schnell wurden die Schnapszahlen, die immer wieder Beifall brachten, erreicht, der Preis schaukelte sich in die Höhe.

Jedes neue Gebot musste mit einem Euro verbessert werden. Und das passierte ratz-fatz. Die beiden Assistenten von Roseland, Jürgen Ernst und Arend Stadtlander, kamen mit dem Einsammeln der Münzen kaum nach.

Vorn am Eingang stand eine Bieterin, die immer bis zum zweiten Zuschlag wartete und dann ihren Euro in die Schale warf. Doch den Zuschlag erhielt nicht sie, sondern Bernhard Bethmann aus Etelsen, der für sein Enkelkind eifrig mitgeboten hatte. Freudestrahlend nahm er das schöne Knusperhaus von Bernd Roseland in Empfang, er bekam es für 108 Euro.

Traditionell wurde die Adventszeit in Etelsen am Sonntag mit einem Familiengottesdienst eröffnet, bei dem auch zwei Kinder getauft wurden. Der von Pastor Martin Beckmann und dem Team der Kinderkirche-Mitarbeiterinnen vorbereitete Gottesdienst war der neuerlichen Aktion „Brot für die Welt“ gewidmet.

Am frühen Nachmittag öffneten sich dann die Türen für den Adventsbasar. Die Frauen des Basar- und Bastelkreises hatten sich seit Monaten auf diese Veranstaltung vorbereitet und eifrig gestrickt und gehäkelt, aber auch gebastelt. Zudem lockten die vielen selbst gebackenen Torten und Kaffee die Besucher in das evangelische Gemeindehaus. Es gab aber auch einen Bastelkreis für Kinder sowie den großen Büchertisch mit aktuellen Kalendern und Weihnachtsbüchern.

hu

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