Im Kindergarten Langwedel läuft mit viel Unterstützung das Projekt „Berufe“

„Richtig drauf hauen!“

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Da wackelt am Ende garantiert nichts. Im Projekt „Berufe“ bauen die Mädchen und Jungs unter anderem mit Christian Pierskalla (re.) Nistkästen.

Langwedel - „Richtig drauf hauen!“ Erzieherin Caren Trute-Bohrer feuert die jungen Handwerker noch einmal an. Dann gibt es welche auf den Kopf. Auf den Nagelkopf. Im Kindergarten Langwedel läuft seit Mitte Februar das Projekt „Berufe“. Da gucken die Mädchen und Jungs nicht nur, was die Erwachsenen so arbeiten, sie machen auch selber.

Heute morgen wird gehämmert was das Zeug hält. „Ist das anstrengend?“ „Nöööh.“ kommt als Antwort von den Kindern. Na, mal abwarten, bis die Nistkästen fertig sind. Vielleicht war es dann doch ein bisschen fordernd.

Die zukünftigen Schulkinder aus der Hasengruppe bauen Nistkästen mit Christian Pierskalla. Der ist nicht nur Kindergartenkindpapa sondern auch Tischler. Er hat vorgesägte und präparierte Teile für die Nistkästen mitgebracht. „Wenn wir fertig sind, hängen wir sie gleich noch im Garten auf.“ Die jungen Langwedeler veranstalten mit ihren Hämmern nicht nur ein Mordsgetöse, sie treffen auch gut. Meistens. „Wir haben erstaunlich wenig krumme Nägel.“

Wie ist das Projekt überhaupt zustande gekommen? „Wir haben die Kinder gefragt, welche Berufe sie kennen“, berichtet Kita-Leiterin Evelyn Lorenz. Die Eltern der Kinder hat man anschließend auch gefragt: Welche Berufe sie so haben und wer den Kindern vielleicht mal etwas zeigen kann und möchte. So ist das mit den Nistkästen gekommen.

Bei der Post sind die Hasen und Bären aus dem Kindergarten Langwedel schon gewesen und haben Briefe an ihre Eltern auf den Weg gebracht. Toll war es auch in der Tischlerei Norden, da haben sie unter anderem entdeckt, dass Holz sogar Locken haben kann und bekamen die Tischlerei klasse erklärt. Das Restaurant und Gasthaus Klenke hat man sich angeguckt und war bei Zahnärztin Maren Brandt zu Besuch.

Wenn es klappt, möchte man sich noch die Müllverladestation angucken und einen Rettungswagen.

Aber erst müssen die Nistkästen fertig. Neue Nägel müssen her. Ein bisschen anstrengend scheint es doch zu sein. Aber weiter geht es, zwei Mädchen hauen drauf, schwupp sind die Nägel im Holz. „Frauenpower“, freut sich Caren Tute-Bohrer.

jw

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