Keine Berührungsängste: 14 Jugendliche beim Zukunftstag im Waldheim

„Es hat sich gelohnt, hier mal reinzuschnuppern“

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Melina (vorn li.) und Lea (re.) plaudern mit Gerald, dessen Betreuerin Helena Bender sowie die Wohnbereichsleiterinnen Saskia Schirmacher und Mariett Wojtun (hinten v. li.) schauen zu.

Cluvenhagen - Berührungsängste haben sie nicht. Statt dessen jede Menge Interesse und Wissensdurst - am gestrigen Zukunftstag waren 14 Jugendliche zu Gast in der Cluvenhagener Stiftung Waldheim.

Die Wohnbereichsleiterinnen Saskia Schirmacher und Mariett Wojtun kümmerten sich um die Zehn- bis 14-Jährigen.

Es waren fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr - damals kamen acht Jugendliche. Schirmacher freute sich über ihre Gäste: „Einige waren schon mal hier und haben auch schon ihr Interesse an einem Praktikum bekundet.“

Die Schüler kommen unter anderem vom Verdener Gymnasium am Wall, der Langwedeler Oberschule am Goldbach, der IGS Oyten und sogar aus Bruchhausen-Vilsen. Kinder von Mitarbeitern und solche, die von der Arbeit in der Einrichtung für geistig behinderte Menschen gehört haben, nutzten die Gelegenheit, sich in Cluvenhagen mal genau umzusehen - und mit Behinderten in Kontakt kommen.

So wie Lea aus Baden und Melina aus Thedinghausen. Die Schülerinnen des Achimer Gymnasiums am Markt waren zum ersten Mal in der Stiftung.

Als erstes bekamen die Freundinnen und ihre Kollegen Informationen über die Stiftung, über Praktikum, freiwilliges soziales Jahr und Ausbildung. Dann hospitierten sie rund zweieinhalb Stunden lang in der Tagesförderstätte, der Schule, der EDV-Abteilung der Verwaltung oder im Wohnbereich.

Die Zwölfjährigen meldeten sich für letzteres. Nach der Einführung wurden sie sofort in den Arbeitsalltag mit einbezogen: Es ging zum Reiten mit Sehbehinderten.

„Wir führten die Pferde“, erzählte Lea begeistert. Anschließend gingen Bewohner Gerald und seine Betreuerin Helena Bender mit den Mädchen durch den Wohnbereich für Sehbehinderte, bevor sie sich auf den Weg über das große Gelände in Cluvenhagen machten.

„Es hat uns sehr gut gefallen“, bilanzierten Lea und Melina. Lea staunte über den netten und respektvollen Umgang der Waldheim-Mitarbeiter mit ihren Schützlingen. Melina bewunderte die phantasievollen und doch zweckmäßigen Tastbilder im Wohnbereich, die eine große Hilfe für Sehbehinderten sind. Ein Schulpraktikum in der Stiftung kann sie sich gut vorstellen, während Lea noch überlegt: „Ich möchte gern Rechtsanwältin werden.“ Auf jeden Fall: „Es hat sich gelohnt, hier mal reinzuschnuppern.“

Saskia Schirmacher und Mariett Wojtun sind angetan von der großen Gruppe. „Die Jugendlichen sind interessiert, offen und vor allem mutig im Umgang mit Behinderten“, lobte Schirmacher und ergänzte: „Wir machen hier nicht nur unseren Job, sondern begleiten Menschen - vom Kind bis zum Senioren.“

Nähere Auskünfte zu Praktika und zum freiwilligen sozialen Jahr gibt es unter der Rufnummer 04235/ 89103.

is

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