Karl-Heinz Frebel und seine Leidenschaft für besondere Tauben

Ein mehrfacher Deutscher Meister aus Dahlbrügge

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Schon besser: Frebels Mookeetauben in Positur.

Dahlbrügge - Karl-Heinz Frebel hat schon als Kind Tauben geliebt. „Was hab ich mit der Oma tribbeliert, bis sie mir Tauben gekauft hat.“ Schließlich kommt er vom Bauernhof. „Aber das schreibet Sie jetzt nicht alles auf…“ Aber doch. Schließlich muss da ja irgendwoher kommen, dass Frebel mit seinen Tieren Deutscher Meister geworden ist. Zum wievielten Mal eigentlich? „Oh. Weiß ich nicht.“

Aber eines ist offensichtlich: Obwohl Frebel seit 50 Jahren Geflügel und Tauben züchtet, ist er immer noch mit einer schier überbordenen Begeisterung und Freude bei der Sache. „Erreicht haben wir eigentlich schon alles. Aber immer wieder freut man sich wie ein kleines Kind,“ sagt er mit einem unüberhörbaren württembergischen Akzent.

Irgendwann erzählt Frebel beiläufig, dass sein Vater aus Dortmund stammt und er selbst aus Vreden bei Ahaus. Den größten Teil seines Lebens hat er aber eben in Baden-Württemberg zugebracht. Wegen der Arbeit bei Mannesmann, wo er sich im Kraftswerksbau zum Bauleiter hoch gearbeitet hat. 2002 ist er als Pensionär mit seiner Frau Evelin aus familiären Gründen nach Dahlbrügge gezogen.

Seine Frau hat genauso ein Faible für die Tiere, wie ihr Mann. „Ohne die Frau wäre das alles gar nicht so gegangen.“ Nach dem Umzug in den Norden hat er seine Tiere erst bei einem Bauern untergestellt, bevor er sich ein Taubenhaus für seinen Garten von einem Architekten planen ließ – und dass dann zusammen mit seiner Gattin hochzog.

Hühner haben die Frebels längst nicht mehr. Seit 2004 auch keine Coburger Lerchen mehr. „Schöne Tauben“, sagt Evelin Frebel. Dafür aber Mookee-Tauben. Eine alte Rasse, aber im vergangenen Jahrhundert fast untergegangen und dann von engagierten Züchter auch im „Mookee Club 75“ wieder auf die großen Bundesschauen geholt.

Die Tümmler sind eher kleine, zierliche Tauben, Und ihre Züchter lieben es, wenn die Tiere den Hals in Bewegung setzen.

Ausgerechnet fürs Foto geht einer von Frebels Schätzchen in der Hand des Züchters vor dem Fremden im Taubenschlag in Deckung und macht sich klein. Aber in der Voliere bekommt er sie dann doch in Positur. Mit Erdnüssen.

Bei der Zucht setzt Frebel auf Klasse statt auf Masse. Überragenden Noten für seine Mookee-Tauben auf der jüngsten Bundesschau in Leipzig, die ihm wieder einmal den Titel eines Deutschen Meisters einbrachten, sind der Lohn.

Und die Ergebnisse seiner Brieftauben. Die haben die Frebels neuerdings auch noch und reisen mit ihren Tieren im Verdener Verein „Kehre wieder“ mit.

Da saßen Evelin und Karl-Heinz Frebel im Sommer auf ihrer Terrasse, spähten aufgeregt zum Taubenschlag, warteten gespannt auf Rückkehr ihrer Tauben – und die flogen gleich kräftig in die Preise. „Ist das nicht toll?“ Ist es.

jw

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