Auszubildende aus dem Mercedes-Werk packen bei Pflanzung an

Junge Helfer aus Bremen für Nabu Langwedel

Ab auf die Schiebkarre und dann los: Die jungen Helfer von Mercedes legten ein bemerkenswertes Tempo vor.

Hagen-Grinden - Von Jens Wenck. „Leute, nicht im Sprinter-Tempo. Macht Marathon-Tempo, keine Hetze“, ruft Herbert Feder vom Nabu Langwedel seinen jungen Helfern zu. Eine 600 Meter lange neue Hecken soll in Hagen-Grinden gepflanzt werden. Das Land am Kanaldeich hat Malte von Gierke den Naturschützern zur Verfügung gestellt. „Das ist die sechste Hecke, die wir hier in Hagen-Grinden pflanzen“, sagt Feder.

Dann ist der Laderaum des Mercedes Sprinters doch schon leer. „Das waren die letzten Pflanzen“, sagt der Fahrer noch. Dann sind die Gewächse auch schon auf den Schiebkarren und ab die Post durch den schweren, lehmigen Kleiboden der Hagener Marsch. Die Helfer des Nabu kommen aus Bremen, Auszubildende aus dem Werk von Mercedes Benz, und müssen mit ihrer Fracht ein ganz Stück laufen. Weil die Pflanzung an diesem Mittwoch schon so weit vorangekommen ist. „Das sind wirklich motivierte Leute.“ Dabei hat Herbert Feder eine ganze Woche für die Arbeiten eingeplant. Und außerdem hat er noch Fruchtstände von Bäumen und Sträuchern besorgt, wo denn noch welche zu finden waren. Die Bremer wollten und sollten erfahren, was sie da eigentlich alles pflanzen. „Das sind ja alles Stadtkinder.“

Sabine Oetting und Monika Morais Duarte sind die Ausbildungsmeisterinnen der jeweiligen Gruppen. 23 Azubis im ersten Lehrjahr sind gekommen. Bei Mercedes steht für die neuen Auszubildenden erst eine Art Klassenfahrt an, Stichwort Teambildung. Dann legt das Unternehmen großen Wert auf einen gemeinsamen Einsatz im sozialen oder gemeinnützigen Bereich. So wie jetzt beim Nabu. Das große Engagement der jungen Männer und Frauen hat auch die Ausbildungsleiterinnen überrascht. „Das war unter diesen Bedingungen nicht unbedingt zu erwarten“, meint Sabine Oetting und verweist auf den kalten Wind und den schweren Boden. „Die sind jetzt schon sehr stolz. Und das mit Recht.“

Auch wenn neben Herbert Feder noch die Nabu-Aktiven Frank Kronemeyer, Hans-Joachim Winter und Jürgen Stiehler mit vor Ort waren – ohne die Helfer von Mercedes wäre das so nicht gegangen. „Wir haben selbst nicht genug Aktive.“

Neben der tatkräftigen Hilfe gab es von Mercedes auch finanzielle Unterstützung, aus dem Fonds der Aktion „ProCent“. Die Arbeitnehmer können den Centbetrag ihres Nettoeinkommens spenden, ihre Firma verdoppelt die Summe. Das Geld geht dann an soziale und gemeinnützige Einrichtung.

Weitere 8600 Euro bekam der Nabu von der Bingo-Umweltstiftung (Lotto). Davon wurde der Zaun bezahlt, der die Neuanpflanzungen in den ersten Jahren schützen soll.

Gepflanzt wurden nur heimische Arten, wie Holunder, Hasel, Weißdorn, Schneeball, Pfaffenhütchen, Hartriegel und Heckenrosen. Dazu Bäume wie Hainbuche, Stieleiche, Vogelkirsche, Mirabelle, Wildbirne und -apfel, Zwetschge und Feldahorn. Was nun keine vollzählige Darstellung bedeutet.

Außerdem ist noch zu sagen: Natürlich waren die Helfer viel schneller fertig, als geplant.

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