Jugendliche aus Etelsen bauen Boot und erreichen Ziel

Vier junge Männer, der Fluss - und eine Fortsetzung

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Am Ende der großen Flussfloßfahrt und zum Abschluss ihres Bootsprojektes schipperten von den vier Etelser Jungs Lennart Buchtzik, Sascha Hübner und Robin Stampa am Verdener Dom vorbei. Niels Radmacher musste die Tour leider vorzeitig abbrechen.

Etelsen - Unsere Geschichte beginnt schon in den Sommerferien 2013: Vier Jugendliche aus Etelsen bauten sich ein Boot aus Fässern und Holzdielen, um dann - so ihr ehrgeiziges Ziel - damit eine mehrtägige Flussfahrt zu unternehmen (wir berichteten). Damit war es aber noch nicht genug

Im vergangenen Jahr arbeiteten Lennart Buchtzik, Sascha Hübner, Niels Radmacher und Robin Stampa weiter an ihrem Boot. Zu den ursprünglich vier Fässern kamen noch zwei dazu, um die Tragfähigkeit zu erhöhen. Ein kleiner Außenbordmotor sollte dem Gefährt den nötigen Vortrieb liefern, dafür musste eine entsprechenden Halterung her.

So ausgerüstet testeten die vier Jungs ihr Wasserfahrzeug im Sommer 2014 auf der Weser. Sie kamen allerdings zu dem Schluss: Eine Weserfahrt ist zu gefährlich. Das große Floß ist sehr träge und Ausweichmanöver bei Überholung durch Berufsschifffahrt wären zu aufreibend gewesen.

Letztendlich sollte die Fahrt ja Spaß machen und nicht stressig werden. Also wurde kurzerhand die Aller als Revier gewählt und eine mehrtägige Tour für 2015 geplant.

Natürlich musste vorher das Boot noch weiter aufgerüstet werden. Es kamen noch eine Proviantkiste, ein Tragnetz für Gepäck und eine einklappbare Badeleiter dazu.

Das einklappbare Fahrgestell, das die vier schon vor der ersten Fahrt optimiert hatten, funktionierte auch weiterhin gut und tat seinen Dienst.

In der vergangenen Woche war es endlich soweit. Das Floßboot wurde auf einen Anhänger verladen und nach Hodenhagen gebracht. Von hier aus starteten die Vier und nahmen Kurs auf Rethem, gemütlich mit der Strömung schippernd, mal mit Motorunterstützung, mal ohne. Die Schiffsbauer hatten als Gepäcktransporter noch ein Schlauchboot im Schlepp, aus Platzgründen.

In Rethem verbrachten sie die erste Nacht im Zelt auf einer Wiese direkt an einem Anleger. Zünftig ausgerüstet mit Grill und genug Proviant ging es am nächsten Tag weiter nach Westen, wo sie sich beim dortigen Bootsverein angemeldet hatten, um dort eine weitere Nacht zu verbringen.

Auf der letzten Etappe schipperte das Quartett an Verden vorbei bis nach Eissel, wo das Boot dann wieder auf den Anhänger verladen und nach Etelsen gebracht wurde. Das war der Abschluss eines gemeinsamen Projekts, einer gemeinsamen Zeit, an das sich die Jungs noch gerne erinnern werden. Die Vier sind inzwischen volljährig, haben ihr Abitur in der Tasche, beginnen bald ihr Studium oder treten eine Arbeitsstelle an verschieden Orten an.

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