Jörg Pape vom RV Etelsen bewältigt die Mecklenburger Seen-Runde

300 Kilometer in 12 Stunden

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Unversehrt und dankbar nach 300 Kilometern und über zehn Stunden Fahrzeit auf dem Rad: Jörg Pape vom RV Etelsen.

Etelsen - Mal ganz ehrlich: Wer kann sich vorstellen, 300 Kilometer am Stück auf dem Fahrrad zu fahren? Bei der Mecklenburger Seen-Runde waren das 2000 Radsportenthusiasten. Mittendrin und voll dabei war Jörg Pape vom Radsportverein (RV) Etelsen.

Die Veranstaltung mit Start und Ziel im Neubrandenburger Kulturpark wurde erst zum zweiten Mal ausgetragen. „Vorbild ist die legendäre Vätternrundan in Schweden“, weiß der Achimer Jörg Pape zu berichten. 300 Kilometer ist der Rundkurs in der wundervollen Kulisse der Mecklenburgischen Seenplatte lang.

Gefahren wird die Strecke ohne Zwischenübernachtung. Aussuchen konnten sich die Fahrer, ob sie am Freitag in den Abendstunden oder am Sonnabend zum Sonnenaufgang an den Start gehen wollten. „Zu sehen waren Mountainbikes, Trekking- und Rennräder und sogar Liegeräder“, so Jörg Pape und berichtet weiter: „Mein Wecker klingelte um 3 Uhr in der Früh. Ich hatte mich – wie auch im letzten Jahr – entschlossen, mit dem ersten Tageslicht zu starten. So musste ich mein Rennrad nicht mit Beleuchtung ausstatten. Jedes Gramm zählt und von der wunderschönen Landschaft wollte ich natürlich etwas sehen.

Nach dem zeitigen Frühstück in meinem Quartier in Burg Stagard machte ich mich dann mit meinem Rennrad auf ins benachbarte Neubrandenburg in den Startbereich im schönen Kulturpark am Tollensesee. Um 5.05 Uhr ging es für mich los und kurz nach meinem Start ging es dann auch mit dem Regen los. Die ersten 60 Kilometer waren eine recht nasse Angelegenheit. Ein kleiner Rucksack, gefüllt mit entsprechender Schutzkleidung half gegen Auskühlung, und im Laufe des Tages trocknete der Fahrtwind und einige Sonnenstrahlen auch die Schuhe.“

Unterwegs wurden die Radfahrer von vielen freiwilligen Helfern fürstlich versorgt, an sieben Verpflegungsstationen entlang der Route gab es hochwertige, energiereiche Speisen vorwiegend aus der Region und eine große Auswahl alkoholfreier Getränke und warmer Mahlzeiten.

„Natürlich auch Bananen bis zum Abwinken“, so Pape. „Manchmal fuhr ich mein eigenes Tempo, meistens fand sich jedoch eine Gruppe von fünf bis zehn Mitstreitern, die sich dann gemeinsam im Windschattenfahren unterstützten. Gefährliche Strecken wurden von Polizei, THW und Feuerwehr gesichert und begeisterte Zuschauer am Straßenrand feuerten an auf dem Rundkurs von Neubrandenburg über Feldberg, Neustrelitz, Röbel, Malchow, Waren und Penzlin zurück zu Start und Ziel.“

Nach 12 Stunden und 8 Minuten bei einer reinen Fahrzeit von 10:47 Stunden hatte Jörg Pape die 300 Kilometer und ca. 2000 Höhenmeter unversehrt und dankbar mit seinem Rennrad hinter sich gebracht, konnte den Beifall vieler Zuschauer, die Glückwünsche im Neubrandenburger Kulturpark und ein frisches Hefeweizen genießen.

„Ohne regelmäßiges Training würde ich mir eine solche Tour nicht zutrauen“, so der Freizeitsportler und macht Werbung für seinen Verein: Der RV Etelsen ermöglicht es unter anderem während der Sommerzeit an jedem Mittwoch ab 17.45 Uhr ab Etelser Schule in schneller 70-80-Kilometer-Runde mit anderen Radsportbegeisterten unterwegs zu sein. Interessierte sind immer willkommen.

www.radfahrverein-etelsen.de

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