Wetter spielt nicht immer mit

Rückblick auf die Theatersaison im Daverdener Holz

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Durchschnaufen: Die letzten Vorstellungen sind gespielt, im Hinterkopf lauert schon die nächste Saison.

Daverden – Es ist wieder Ruhe eingekehrt auf der idyllischen Freilichtbühne im Daverdener Holz. Die Theaterspieler des TSV Daverden haben die Saison abgeschlossen. Schon das Märchenstück „SOS auf der Paradiso“ mit sieben Vorstellungen war in diesem Jahr nicht so vom Wetter begünstigt und auch beim plattdeutschen Theater „Wer nich bedrüggt, de ward bedragen“ mit zehn Vorstellungen sorgte teilweise nasskalte Witterung für mäßigen Besuch. Doch an einigen Tagen herrschte auch Hochbetrieb auf der Freilichtbühne, sodass der Vorsitzende Volker Penczek ein positives Fazit zog.

In Daverden leben nur ehrliche Menschen. Doch der Besuch der plattdeutschen Komödie lehrte etwas anderes. Willem Gohde glänzte in der Rolle des Hallodris Manfred Goldberger. Dessen Freund und Adlatus Hugo Zerwitzki spielte Peter Hellwinkel, eine Rolle wie für ihn geschrieben. Eine seiner Aufgaben in dem Stück war es, darauf aufzupassen, dass kein Unberechtigter das Schwimmbad betrat. Und als er dann Clemens Unterdörfel erwischte, wurde dieser gezwungen, für die Beiden zu arbeiten. Lars Lorenzen sah zwar in der Rolle aus wie ein „Penner“, wie es Hugo ausdrückte, doch er hatte es faustdick hinter den Ohren.

Petra Warnke war die Idealbesetzung der Witwe Amanda Murrmann, die ihr Anwesen durch fiese Tricks an Goldberger verloren hatte, der Zimmer im Stundentakt vermietete. An der Pinnwand hingen Fotos attraktiver Damen, und eine dieser Damen, Beatrix Niemann, hoffte, dass Manni nur für sie da sein würde. Katrin Lange-Spreckels füllte diese Rolle hervorragend aus. Das Damen-Duo wurde durch Franka Romanski verstärkt, gespielt von Fenja Meyer-Bösche, die jedoch bei den letzten beiden Aufführungen krankheitsbedingt fehlte. Für sie sprang Fenja Gerkens gekonnt in die Bresche, da sie die Rolle als Souffleuse ja kannte und aus der Saison der Holtebütteler Plattsnackers noch in Spielform war. Franka Romanski brachte die betrogenen Frauen schließlich auf die Idee für einen Rachefeldzug. Auf der Bühne entspann sich ein aberwitziges Verwirrspiel.

Im dritten Akt wurde nun Manni mit freiem Oberkörper auf einer Trage gefesselt liegend hineingetragen. Die Damen quälten ihn mit Kühlpackungen auf dem Rücken. Bei der letzten Aufführung waren diese Packungen wirklich eiskalt und die entgleisten Gesichtszüge von Gohde dementsprechend echt. Am Ende siegte natürlich die Gerechtigkeit. „Ehrlich währt eben doch immer am längsten“, so das Fazit von Volker Penczek.

Nach jeder Aufführung luden die Daverdener noch zu einem kleinen Umtrunk ein, bei dem neben den Schauspielern auch die beiden Regisseure Brigitte Schönecker und Fritz Henken, Bühnenbauer Rolf Rotermundt und Michael Jahn, Licht- und Tontechniker Edelfried Henning und David Hoppe sowie die Maskenbildnerin Melanie Meyer dabei waren.

Am Ende waren dann doch alle etwas wehmütig, die Bühnenakteure und die vielen Helferinnen und Helfer ob des Endes der Saison. Jetzt freuen sich alle auf eine kleine Pause – und dann wartet schon die neue Saison 2020 im Jubiläumsjahr des TSV Daverden. 

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