„Jedes Stück bedeutet Glück“

Richtfest am Alten Küsterhaus in Daverden

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Während Theda Henken die vielen Gäste begrüßte, machten sich die Zimmerleute auf dem Dach des Küsterhauses für den Richtspruch bereit.

Daverden - Ein Richtfest ist für jeden Bauherren etwas Besonderes. Für den Verein für Kultur und Geschichte Daverden und dessen Vorsitzende Theda Henken war es gestern ein deutliches Zeichen, dass man bei der Sanierung des alten Küsterhauses, der ehemaligen Daverdener Schule ein gehöriges Stück weitergekommen ist.

So etwas gehört gefeiert und darum kamen gestern Nachmittag auch eine ganze Menge Leute zusammen und versammelten sich erst einmal unten auf dem Platz vor dem Küsterhaus. Mit dem dritten Schlag der Kirchturmuhr marschierten die Zimmerleute der Firma Reinhard Nolte aus Hemsbünde mit dem Richtkranz auf, zogen über Leiter und Gerüst aufs Dach – und ließen sich oben auf dem First nieder.

Theda Henken übernahm die Begrüßung – und sie hatte, wie schon erwähnt, viele Menschen zu begrüßen, den Sponsoren noch einmal ausdrücklich Dank zu sagen genauso wie den ehrenamtlichen Helfer, die bei den Arbeiten mit anpacken. „Sie haben in der letzten Zeit noch einmal richtig aufgedreht.“

Der bisherige Erfolg bei der Sanierung des Küsterhauses ist kein Geheimnis: „Ich freue mich, dass wir das alle gemeinsam geschafft haben.“

Ganz tolles Team gelobt

Auch wenn da so viele Daverdener zusammenstehen, man ein „ganz, ganz tolles Team“ (Henken) beisammen hat: Selbst da wird manchmal „leidenschaftlich diskutiert“ (Henken). Während der jüngsten Arbeiten an Dach und Decke hatte man in echt und auch schon mal im übertragenen Sinne schlechtes Wetter, ließ die Vereinsvorsitzende durchblicken.

An dieser Stelle war es Zeit, einen Mann vielleicht ein bisschen besonders hervorzuheben. „Den guten Seemann erkennt man bei schlechtem Wetter.“ So einen hat man: Gerold Höpken. Er habe es geschafft, immer den richtigen Kurs vorzugeben.

Die Zimmerleute aus Hemsbünde lieferten während der Arbeiten und davor nicht nur die guten richtigen Ideen zum Projekt dazu, von ihnen kam auch ein ebenso origineller nach alter Tradition vorgetragener Richtspruch. Der endete vor dem Zerschlagen der Schnapsbuddel mit „Ein jedes Stück bedeutet Glück.“ So wie sich die Flasche auflöste, wird man in Daverden davon jede Menge haben. „Ich bin beeindruckt“, befand Theda Henken und lud die Festgesellschaft ein, im Haus den Stand der Bauarbeiten zu besichtigen und es sich auch bei Speis und Trank gut gehen zu lassen.

„Ohne die vielen Sponsoren hätten die das nicht geschafft. Ohne diesen Zusammenhalt, ohne die vielen Helfer auch nicht“, meinte Bürgermeister Andreas Brandt anerkennend beim Gespräch während des Richtfestes. Deswegen braucht einem um den Fortgang der Arbeiten und die Zukunft des Hauses vor allem als Begegnungsstätte nicht bang zu sein, und dafür gibt es noch einen Grund: „Hier lebt Geschichte weiter, dank der vielen Geschichten, die dieses Haus und auch noch viele Daverdener zu erzählen haben“, hat Theda Henken in der Richtfestschrift geschrieben.

jw

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