Jahrzehnte der Zivilcourage und Hilfsbereitschaft

Völkerser seit 60 und 50 Jahren ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr

+
Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling, Albert Allermann, Reinhold Hollmann, Hans Bunke, Claus Willenbrock, Rainer Scharnhusen, Bernd Sackretz, Hans Kühn und Gemeindebrandmeister Ingo Lossau.

Völkersen - Bei so viel langjährigen Mitglieder, die es zu ehren gab, war auch Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling der Weg nicht zu weit. Von der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Völkersen ist die Rede, wo Fehling von Ortsbrandmeister Nils Schorling und Gemeindebrandmeister Ingo Lossau begrüßt wurde. Sechs Völkerser Kameraden sind über 50 Jahre und einer sogar 60 Jahre lang Mitglied der Feuerwehr.

60 Jahre dabei ist Brandmeister Hans Bunke, der von 1975 bis 1991 Völkersens Ortsbrandmeister war. In dieser Zeit kümmerte er sich um den Ausbau des alten Feuerwehrhauses mit Treppe und Mannschaftsraum. Es war seine Idee, den Mannschaftsraum auf die Fahrzeughalle zu bauen – alles in Eigenleistung. 1974 wurde das LF 8 gekauft. Um dafür Platz zu schaffen, wurde der MTW nach Holtebüttel gegeben, vorher standen in der Halle zwei Fahrzeuge hintereinander.

Hans-Hermann Fehling hatte auch die Großeinsätze der Völkerser in der Amtszeit von Hans Bunke parat. 1979 gab es einen Bullenstallbrand in Haberloh. Und ein Müllhaufen – der „brennende Rattenberg“ wie es in der Zeitung zu lesen war. 1976 gab es einen Großbrand auf einem Werkstattgelände, während es in Langwedelermoor zu einem Flächenbrand kam, der mit Hilfe von Christoph 6 gelöscht wurde. 1988 steht ein Wohnhausbrand in den Geschichtsbüchern.

Das erste Zelt der Jugendfeuerwehr

Der erste Atemschutzgeräteträger(AGT)-Lehrgang des Landkreises fand 1976 in der alten Völkerser Knochenmühle statt. 1988 wurde das 50-jährige Jubiläum der Feuerwehr gefeiert. „Hans Bunke war ein großer Freund der Jugendfeuerwehr und bezahlte das erste Zelt der Jugendwehr.“

Auch die 50-Jährigen ehrte Hans-Hermann Fehling mit persönlichen Worten.

Der Erste Hauptbrandmeister Bernd Sackretz war von 1971 bis 1991 stellvertretender Ortsbrandmeister, von 1974 bis 1978 auch Jugendfeuerwehrwart, anschließend bis 1991 stellvertretender Jugendfeuerwehrwart. Dazu war er von 1981 an für mehrere Jahre Kreisjugendfeuerwehrwart. 18 Jahre lang war Bernd Sackretz auch Gemeindebrandmeister, heute ist er Ehren-Gemeindebrandmeister.

Rainer Scharnhusen war von 1991 bis 2003 Ortsbrandmeister. In dieser Zeit wurde das LF8/6 angeschafft.

Der Hahn im Korb

Löschmeister Albert Allermann gründete gemeinsam mit Bernd Sackretz 1974 die Jugendfeuerwehr mit 18 Jugendlichen. Zunächst war er stellvertretender Jugendfeuerwehrwart, von 1976 bis 1991 Jugendfeuerwehrwart. Fehling erinnerte an ein Missgeschick, als die Jugendfeuerwehr ins Zeltlager nach Greene fuhr – nur mit Kamm und Schere. Es gab kein Zelt, keine Feldbetten und keine Kleidung, alles musste ausgeliehen werden. „Albert war immer der Hahn im Korb, sodass die Küchenfrauen im Kreiszeltlager Potzwenden bei der Abreise weinten - er hatte immer die Brötchen besorgt.“

Oberfeuerwehrmann Reinhold Hollmann war ab 1987 für viele Jahre Schriftwart. Hauptfeuerwehrmann Hans Kühn gehört der Feuerwehr ebenfalls seit 50 Jahren an und war von 1987 bis 1990 AGT-Beauftragter. Schließlich gehört auch der Oberfeuerwehrmann Claus Willenbrock seit 50 Jahren der Feuerwehr an, er war vor seiner Zeit in Völkersen bereits Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Eißel.

Zusammen 360 Jahre Zugehörigkeit

„Das sind zusammen 360 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr“, rechnete der Kreisbrandmeister vor.

„Die Jubilare haben ein großes Stück Feuerwehrgeschichte in Völkersen mitgeschrieben. Führungsaufgaben zu übernehmen und sie erfolgreich auszuführen erfordert großes Engagement unter Zurückstellung der persönlichen Interessen“, so Fehling. Die Gründung der Jugendfeuerwehr sei ebenso ein richtungsweisender Meilenstein gewesen wie 2011 die Gründung der Kinderfeuerwehr.

„Leider ist es heute keine Selbstverständlichkeit mehr, freiwillig etwas für die Allgemeinheit zu tun und uneigennützig anderen Menschen zu helfen.“ Mit den Worten „Ihr habt seinerzeit ein Zeichen der Hilfsbereitschaft, Solidarität und Zivilcourage sowie der Kameradschaft gesetzt“, beendete Fehling seine Laudatio auf die Geehrten.

hu

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

DEB-Team sensationell im Finale - Biathleten holen Bronze

DEB-Team sensationell im Finale - Biathleten holen Bronze

Mailänder Modewoche: Alles eine Frage des Kopfes

Mailänder Modewoche: Alles eine Frage des Kopfes

Fotostrecke: Abschlusstraining vor dem Nordderby

Fotostrecke: Abschlusstraining vor dem Nordderby

Syrische Regierungstruppen mit neuen Angriffen auf Ost-Ghuta

Syrische Regierungstruppen mit neuen Angriffen auf Ost-Ghuta

Meistgelesene Artikel

Lady Gaga erneut die Schönste auf der Schau der Besten

Lady Gaga erneut die Schönste auf der Schau der Besten

9./10. Klassen der Liesel-Anspacher-Schule sollen ins Realschulgebäude

9./10. Klassen der Liesel-Anspacher-Schule sollen ins Realschulgebäude

Tödlicher Bus-Unfall in Achim: Fahrzeug laut Gutachter ohne Defekt

Tödlicher Bus-Unfall in Achim: Fahrzeug laut Gutachter ohne Defekt

2000-Mitglieder-Verein TSV Achim sucht nach einem Vorsitzenden

2000-Mitglieder-Verein TSV Achim sucht nach einem Vorsitzenden

Kommentare