Verein feiert mit Chronik, Festakt, Sommerfest, Ball, Theater – und Adventssingen

100 Jahre TSV Daverden

Volker Penczek, Gerd Depke und Manfred Kopp (v.li.) stellten jetzt die Höhepunkte des Jubiläumsjahres vor. Foto: Wenck

Daverden - Von Jens Wenck. Die große Chronik ist fertig. Jetzt müssen die Druckwerke nur noch bis zum 19. Januar geliefert werden. An besagtem Sonntag will der TSV Daverden einmal vor geladenen Gästen und dann um 17 Uhr der geneigten Öffentlichkeit die Arbeit seiner Arbeitsgruppe Chronik vorstellen. „Das wird ein festes Buch mit etwa 300 Seiten. Ohne Werbung“, erklärt der TSV-Vorsitzende Gerd Depke. Zu haben ist die Chronik für 19,20 Euro.

Der Preis an das Gründungsjahr des Vereins angelehnt, der sein 100-jähriges Bestehen gleich bei mehreren Gelegenheiten feiern wird, genauso wie 100 Jahre Laienspiel in Daverden. „Wir haben alten Protokollen entnommen, dass schon 1921 eine ,theatralische Veranstaltung’ unternommen wurde“, so Depke.

Bei der Gründung am 5. Mai 1920 im Daverdener „Waldschlößchen“ nannte man sich noch MTV Daverden. Also Männerturnverein. Von den Gründungsmitgliedern stimmen 14 für den Beitritt zum Arbeiter-Turnerbund, 49 für die Deutsche Turnerschaft.

Schon am 1. Dezember wird eine Turnerinnenabteilung ins Leben gerufen.

Am 1. Januar 1946 wird der heute gültige Namen Turn- und Sportverein (TSV) beschlossen. 1950 hat der Verein 231 Mitglieder. 1992 begrüßen die Daverdener ihr 1 000. Mitglied. Diese Zahl kann man aber nicht halten, rutscht wieder Richtung 900, aktuell geht es wieder auf die 1 000 zu. Große Turnfeste hat es früher gegeben. Beim Daverdener Marathon (immer am 17. Juni) waren 1980 tatsächlich 1 400 Starter in der Marsch unterwegs.

„Leistungssport machen wir heute im Rahmen unserer Möglichkeiten“, so Gerd Depke und verweist auf die I. Handballherren, auch die Jugendmannschaften spielen mit Perspektive. „Es war Anfang der 90-er Jahre eine gute Entscheidung, eigenständig zu bleiben.“

Man habe ja auch eine engagierte und gute Mannschaft von Übungsleitern zusammen, wirft Kassenwart und Geschäftsführer Manfred Kopp ein. Alle sind dem Verein schon lange verbunden. „Wir haben hier alle Handball gespielt“, lacht Kopp.

„Ich nicht“, wirft Freilichtbühnenchef Volker Penczek ein. Er war Fußballer. „Aber ich bin ja auch zugezogen.“

Das Trio vom TSV Daverden hat ins Vereinsheim an der Jahnstraße gebeten, um die Höhepunkte des Jubiläumsjahres vorzustellen. Lange nutzte der Verein übrigens ehemalige Flüchtlingsbaracken als eine Art Vereinsheim. 1987 wurde das jetzige Vereinshaus eingeweiht. „Der Bau war eine ganz wichtige und richtige Entscheidung für den Verein“, ist sich Gerd Depke sicher.

Am Sonntag, 19. Januar, wird nun also die Chronik im alten Küsterhaus präsentiert. Dazu gibt es einen Videofilm, für den Heiko Schmidt in allen Abteilungen und vielen Gruppen des Vereins gedreht hat. Depke hat den Film schon gesehen. „Ich war beeindruckt.“ Edelfried Hennig ist an diesem Tag für die Musik zuständig.

Am 5. Mai ist der große offizielle Festakt zum 100-Jährigen. „Am gleichen Tag und am gleichen Ort wie vor 100 Jahren.“ Am Programm feilt man noch. Natürlich wird es Reden geben, wohl Filmausschnitte und es spielt die Blaskapelle des TSV Daverden auf.

Die Freilichtbühnenleute werden sich an diesem Termin dezent zurückhalten. Sie haben schließlich mit dem Kinderstück und der plattdeutschen Komödie auch in diesem Jahr echte Großproduktionen vor der Brust. „Am 29. Mai ist Premiere für das Kinder- und Jugendstück ,Isidor wird Nachgespenst’, eine Neuauflage von 2004“, berichtet Volker Penczek.

Am 4. Juli möchte man ein großes öffentliches Sommerfest auf der Freilichtbühne feiern – und hofft natürlich, dass das Wetter mitspielt. Da alle Generationen kommen sollen, wird man schon am Nachmittag anfangen.

Das plattdeutsche Theater hat am 8. August Premiere. Der Titel steht noch nicht fest, zwei Stücke sind noch in der engeren Auswahl.

Am 7. November schließlich feiert man den großen Jubiläumsball im „Waldschlößchen“. „Wir haben die Vereinsbälle ja schon vor fünf Jahren wieder aufgenommen und feiern abwechselnd in Klenkes Gasthaus und im ,Waldschlösschen'“, erklärt Depke. In diesem Jahr ist man in Daverden.

Seit zwei Jahren arbeitet man in Daverden auf das große Jubiläum hin, hat sich bewusst dafür entschieden, nicht in jedem Monat eine große Veranstaltung zu machen, sondern Höhepunkte über das Jahr verteilt zu setzen. Der letzte davon soll 2020 am 12. Dezember ein großes, öffentliches Adventssingen sein. Und zwar auf der Freilichtbühne, die für diesen einen Tag dann aus der Winterpause geholt wird.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Amtsenthebungsverfahren - Trump: Würde gern hingehen

Amtsenthebungsverfahren - Trump: Würde gern hingehen

Teenager träumen eher von traditionellen Jobs

Teenager träumen eher von traditionellen Jobs

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

So beugen Sie dem Hexenschuss vor

So beugen Sie dem Hexenschuss vor

Meistgelesene Artikel

Ärger nach Trecker-Demo: Bauern beseitigen Spuren des Protests

Ärger nach Trecker-Demo: Bauern beseitigen Spuren des Protests

„Event 24“ übernimmt die Feste im Daverdener Holz

„Event 24“ übernimmt die Feste im Daverdener Holz

„Wer besorgt ist, sollte zu uns kommen“: Der Ton im Netz und die Folgen

„Wer besorgt ist, sollte zu uns kommen“: Der Ton im Netz und die Folgen

Kreissparkasse baut nicht am Gieschen-Kreisel in Achim

Kreissparkasse baut nicht am Gieschen-Kreisel in Achim

Kommentare