Elfriede Schlüter feiert in Etelsen besonderen Geburtstag

102 Jahre alt

Schon am Dienstagmorgen zum kleinen Empfang in der Hubertusresidenz war auch ein ganzer Teil der Familie von Elfriede Schlüter gekommen, um den 102. Geburtstag zu feiern. Foto: Wenck

Etelsen – Am Dienstagmorgen ist in der Hubertusresidenz in Etelsen immer gemeinsames Singen. Gestern war alles aber doch ein bisschen anders. Man fragte Elfriede Schlüter und ihre Familie, ob sie nicht kurz dazukommen wollte...? Aber gern. „Dann wurde gesungen, für unsere Mutter“, erzählt Sohn Wilhelm. „Happy Birthday“ und „Wie schön, das du geboren bist.“ Die Klassiker, wenn es einen Geburtstag zu feiern gibt. Elfriede Schlüter wurde gestern 102 Jahre alt.

Geboren wurde die Jubilarin in Hilter am Teutoburger Wald. Elfriede Timmermeister wurde mit sieben Geschwistern auf einem Bauernhof groß. Zu dem Hof gehörten auch eine Kohlenhandlung und eine Gaststätte. Die fünf Mädchen und drei Jungen wuchsen behütet auf. Aus dem Zweiten Weltkrieg kamen aber leider zwei der Brüder nicht zurück, der dritte Bruder erbte den Hof.

Auf der Hochzeit ihrer Schwester Else in Hankenberge bei Hilter lernte Elfriede Timmermeister Wilhelm Schlüter aus Georgsmarienhütte bei Osnabrück kennen. Er wurde in der Kohlenhandlung des Vaters angestellt. 1943 heirateten die beiden und zogen nach Oesede, heute ein Ortsteil von Georgsmarienhütte.

1944 wurde der Sohn Wilhelm geboren, 1949 die Tochter Hella. Mittlerweile hat Elfriede Schlüter zwei Enkeltöchter (Vanessa Kleine und Dr. med. Carola Jörnmark) und sechs Urenkel. Ben, Lian und Lina reisten für den 102. Geburtstag ihrer Uroma sogar aus der Schweiz an.

Nelli, Urs und Laura mussten am Vormittag pflichtbewusst in die Schule. Aber nach dem Geburtstagsempfang in der Guten Stube der Hubertusresidenz, wo auch Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher zu den Gratulanten gehörte, wollte die ganze Familie noch weiter nach Baden, hier in der Familie bei Enkelin Vanessa weiterfeiern und abends zusammen essen gehen.

Elfriede Schlüter lebte über 60 Jahre in Oesede am Teutoburger Wald, auch als 1995 ihr Ehemann Wilhelm starb. Aber dann ging es allein doch nicht mehr so gut und nach einem Sturz im Alter von 92 Jahren zog Elfriede Schlüter in die damals noch recht neue Hubertusresidenz in die Nähe ihrer Tochter Hella Rentel, die in Baden wohnt.

Es gebe doch mittlerweile bestimmt öfter Gelegenheit, über 100-jährige zu berichten?, erkundigte sich Wilhelm Schlüter in einem kleinen Moment, in dem einmal nicht die komplette Aufmerksamkeit gehörte. Eigentlich nicht. Ein Alter von 102 ist schon etwas Besonderes. Irmtraud Kutscher wusste dann aber tatsächlich noch die eine oder andere Etelserin, die 100 Jahre und älter ist. Elfriede Schlüter schaute derweil in die Runde, schmunzelte ab und an. Sie ist in der Hubertusresidenz übrigens für ihre gute Laune bekannt. Schließlich wurde gemeinsam angestoßen. „Alles Gute in deinem neuen Lebensjahr. Bleib gesund, bleib glücklich“, wünschte Wilhelm Schlüter. „Wir sind stolz auf Dich.“  jpw

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