Eindeutiges Signal für Projekt

Ortsrat stellt sich hinter Zuschussantrag für Küsterhaus-Sanierung

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Um das alte Daverdener Küsterhaus, die ehemalige Schule, als Dorfgemeinschaftshaus nutzen zu können, sind eine Menge Sanierungsarbeiten notwendig. Eine der zukünftigen Großbaustellen ist das Dach.

Daverden - Das kommt davon, wenn man zu einer Sitzung des Ortsrates Daverden in den Sitzungsraum des Langwedeler Rathauses einlädt und den Punkt Sanierung des alten Küsterhauses Daverden auf der Tagesordnung hat: Dann wird es richtig eng und voll. Für den Ortsrat und Bürgermeister Andreas Brandt ein eindeutiges Signal, wie viele Daverdener hinter dem Projekt stehen.

Damit das (wie berichtet) klappt, benötigt der Verein für Kultur und Geschichte eine Menge Geld. 249.000 Euro, so die Berechnungen, braucht man. Dann könnte man aus dem geschichts-trächtigen Haus, dass der Verein für 25 Jahre über einen Baupachtvertrag von der Kirchengemeinde Daverden übernommen hat, in eine „Dorfgemeinschaftsanlage“ verwandeln. Ein Haus für Kultur, für Treffen, vielleicht sogar mit einem kleinen Heimatmuseum.

30.000 Euro will man über Eigenleistungen erbringen. An Eigenmitteln hatte der Verein schon im vergangenen Oktober 70.000 Euro zusammen, 60 bis 90.000 sollen in den nächsten Monaten noch dazu kommen (und die Zeichen stehen nicht schlecht. 80.000 Euro an Unterstützung hätte man gern noch von der Gemeinde, um das Vorhaben stemmen zu können.

Über einen entsprechenden Antrag und den Vorschlag der Gemeindeverwaltung dazu hatte nun am Dienstagabend der Ortsrat Daverden zu beraten. Grundsätzlich befürwortet man auch in der Verwaltung den Antrag der Daverdener. Auch wenn man das alte Küsterhaus nicht mit der Windmühle in Etelsen oder dem Häuslingshaus in Langwedel vergleichen könne – grundsätzlich solle die Gemeinde auch das Projekt Küsterhaus unterstützen, in ähnlicher Art und Weise wie beim Häuslingshaus.

Das bedeutet erst einmal ganz konkrete und strikte Vorgaben: Den Zuschuss von der Gemeinde soll es nur geben, wenn die Finanzierung komplett von vorne bis hinten steht. Das Geld darf nur für die Sanierung ausgegeben werden und man hätte gern eine Bürgschaft, weil der Verein nicht der Hauseigentümer ist und man so keine Sicherheit hat. Spätere Bewirtschaftungs- und Unterhaltungskosten für das Haus wird die Gemeinde nicht zahlen. Das Geld, 68.300 Euro (ähnlich wie beim Häuslingshaus) gibt es in zwei Raten.

Der komplette Ortsrat, angefangen von Heike Schmitz (WGL), über Alfons Adam (SPD), Lars Lorenzen, Torsten Eggers (beide CDU) und Ortsbürgermeisterin Silke Brünn (SPD) – alle sprachen sich dafür aus, das Projekt Küsterhaus zu unterstützen und zwar ohne wenn und aber.

„Wir möchten, dass der Zuschuss in der Höhe von 80.000 Euro erwogen wird“, so Heike Schmitz. „Die ganze finanzielle Last liegt bei dem Verein.“ In Daverden habe man nicht die Möglichkeit Drittmittel einzuwerben, wie das noch beim Langwedeler Häuslingshaus der Fall gewesen sei.

„Ich weiß, wie die Daverdener das Projekt bewegt. Ich weiß, wie viele Menschen dahinter stehen und wie lange schon“, erklärte Alfons Adam. Vielleicht könnten die Daverdener ja noch mehr an Eigenleistung in die Sanierung des Hauses einbringen. Langwedeler sollten sich übrigens keinesfalls ausgeschlossen fühlen und dürften gern mithelfen, so Adam.

„Ich stelle fest, dass der Ort Daverden sich einig ist. Und das ist gut so“, befand Lars Lorenzen und sprach sich wie seine Kollegen dafür aus, die vollen 80.000 Euro zur Verfügung zu stellen und dem Verein keine Bürgschaft abzuverlangen.

„Das ist ein ganz großer Rucksack, den ihr euch da aufbindet“, sagte Silke Brünn in Richtung des Vereins für Kultur und Geschichte. Der Ortsrat votierte einstimmig für den Antrag. Allerdings gilt: Die Entscheidung des Ortsrates ist für die Fachausschüsse, die noch über den Antrag beraten, und den Gemeinderat eine Empfehlung. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat – auf seiner Sitzung am 30. März.

jw

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