„IrReale Welten“ – Almut Stender und Beate Oliva stellen im Mausoleum aus

Einfach mal wirken lassen

+
Almut Stender (li.) und Beate Oliva stellen im Etelser Mausoleum aus.

Etelsen - „Das Mausoleum passt gut zum Stil unserer Bilder“, meint Beate Oliva. Gemeinsam mit ihrer Freundin Almut Stender präsentiert sie ihre Bilder im ehemaligen Mausoleum im Etelser Schlosspark - „IrReale Welten“ lautet der Titel ihrer Ausstellung, die der Etelser Schlossparkverein organisiert hat und die jetzt eröffnet wurde.

Die beiden Frauen lernten einander vor zwei Jahren kennen, in einer Künstlergruppe in Worpswede. Doch jede malt für sich. „Wir können am besten arbeiten, wenn wir allein sind“, sagt Oliva.

Beate Oliva probierte verschiedene Stile und Techniken aus. „Meine Bilder entstehen aus sich selbst heraus. Ich fange an zu malen ohne vorher zu wissen, was ich malen will und mit welchen Materialien.“

Die Werke der bei Garlstedt lebenden Künstlerin tragen keine Titel - bewusst. „Jeder Betrachter erzählt mir, was er in einem Bild sieht, und so höre ich viele unterschiedliche Geschichten“, sagt sie. Schmunzeln lässt einen das Werk an der hinteren Wand: Die Tochter in Gedanken versunken beim Klavierspielen, während die Katze auf den Tasten ruht und sich vom Klavierspiel nicht stören lässt - eine Situation aus dem Leben, eingefangen nach einer nervenaufreibenden Zeit. Oder das Portrait von Olivas Tochter mit einem Löwen. Das entstand, als Mutter und Tochter einen Malkurs besuchten - der fand im Wildpark statt. „ Etwas weiter hängt eine Collage. Dazu hat die Künstlerin Fotos verschiedener Skulpturen - Fisch, Göttin und Seejungfrau - „verarbeitet“.

Almut Stender zeichnet seit frühester Kindheit. Ihre Arbeitsweise ähnelt der ihrer Freundin. „Ich habe eine ganz vage Vorstellung von dem, was ich malen oder zeichnen will“, sagt sie. Auf den Zeichnungen sind Menschen zu sehen. Die stehen beispielsweise für einen schlechten Traum und für Entwicklungen. Der „Mensch-Vogel-Mensch“ verbindet Mann, Frau und Eule. „Anschauen und einfach mal auf sich wirken lassen - jeder Betrachter soll seine eigene Geschichte zu den Bildern machen“, formuliert es die Bremerin.

Neben den Zeichnungen in Pastellkreide hängen Werke in kräftigen Aquarellfarben, eine Kombination aus Farbe und Form, verfeinert mit Goldstift. Die „Symbiose“ begann mit einem Gesicht, alles andere hat sich beim Malen ergeben. Auch der Gegenpol. „Das sind die beiden Seiten des Lebens“, sagt Stender. Anders ausgedrückt: „Das Leben mit all seinen Facetten kommt herein.“

Erst malte die Künstlerin das Ehepaar, dann kam die dritte Figur dazu - „Ödipus“ ist entstanden. Die Lust an den Formen - erst das Gesicht, dann die aus dem Kopf aufsteigenden und in die Welt entlassenen Gedanken führten zu den „Gedankenformen“.

Die Ausstellung ist noch an den Sonntagen, 14. Juni und 21. Juni, jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Künstlerinnen stehen für Fragen zur Verfügung.

is

Mehr zum Thema:

IS bekennt sich zu Londoner Anschlag

IS bekennt sich zu Londoner Anschlag

Südkorea setzt "Sewol"-Bergung fort

Südkorea setzt "Sewol"-Bergung fort

Elternleid und Altersliebe: Neue Hörbücher

Elternleid und Altersliebe: Neue Hörbücher

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Apotheke auf dem Balkon: Heil- und Würzpflanzen für den Topf

Meistgelesene Artikel

Beatclub rockt die Verdener Stadthalle

Beatclub rockt die Verdener Stadthalle

Glockenspiel: Zwei Jahre Pause beendet

Glockenspiel: Zwei Jahre Pause beendet

Chemieschüler-Elite des Landes zu Gast

Chemieschüler-Elite des Landes zu Gast

Ohne Giro-Gebühren auf Wachstumkurs

Ohne Giro-Gebühren auf Wachstumkurs

Kommentare