Pangea-Trio begeistert mit Konzert in Grashoffs voll besetztem Biergarten

Irisches Temperament in Völkersen

Das Pangea-Trio machte auf der kleinen Bühne in Grashoffs Biergarten in jeder Hinsicht eine erstklassige Figur.
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Das Pangea-Trio machte auf der kleinen Bühne in Grashoffs Biergarten in jeder Hinsicht eine erstklassige Figur.

Völkersen – Das war so einer der Sommerabende in Völkersen zum Genießen: Temperaturen um die 30 Grad Celsius, ein leichtes Lüftchen wehte, der Duft diverser Speisen lag in der Luft, kühle Getränke in allen Variationen wurden serviert, und alle waren guter Laune und voller Erwartung der Dinge, die da musikalisch folgen sollten.

So in etwa könnte man die Atmosphäre am Samstagabend im Biergarten des Völkerser Gasthauses Grashoff beschreiben, in dem sich knapp 100 Gäste, verteilt auf mehr als fünfzehn großzügig im weiten Rund verteilte Tische, auf den musikalischen Höhepunkt des Abends, die Oldenburger Folk-Band Pangea, freuten.

Beim Konzert wurden die bestehenden Corona-Schutzregeln nicht vernachlässigt: Die Gäste und Familien wurden namentlich festgehalten, zudem hatten sie sich zum Konzert bereits im Vorfeld angemeldet. Wer an seinem zugewiesenen Tisch saß, konnte die Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, wer sich als Gast im Biergarten oder im Bereich des Gasthauses bewegte, setzte den Mund-Nasen-Schutz auf. Gleiches galt für das Service-Personal.

Auf diese Art und Weise können solche kleinen gemeinschaftlichen Events funktionieren und allen – Veranstaltern, Gästen und Künstlern – viel Spaß und Freude bescheren. Irgendwie kommt damit ein Stück geschätzte Normalität zurück, die eigentlich alle zunehmend mehr vermissen.

Die größte Freude natürlich bereiteten den zahlreichen Gästen zweifellos die drei Vollblutmusiker der Oldenburger Band Pangea. Die Künstler betraten vollkommen unspektakulär, dafür aber umso sympathischer, plötzlich die kleine Bühne und begeisterten die Besucher mit handgemachter Musik vom Feinsten – ganz ohne großen technischen Schnickschnack.

Profi-Violinistin Julia von Hasselbach, Marcus Friedeberg an der Gitarre und mit Gesang sowie Marco Neumann (Percussion und Gesang) brannten ein kleines Feuerwerk ihres musikalischen Könnens ab.

Der musikalische Stil des Pangea-Trios geht in den klassischen Folk irischer und schottischer Prägung. Also die Musik, die aufgrund ihrer Dynamik, Schnelligkeit und Tonabfolge sofort ins Blut geht und zu der man am liebsten flugs Riverdance tanzen möchte. Das war natürlich in Grashoffs Biergarten zu Corona-Zeiten nicht möglich, genauso wenig wie auch (leider) das gemeinsame Mitsingen. Aber stimmungsmäßig war das Publikum vom ersten Song an voll da und klatschte im Takt frenetisch mit.

Kein Wunder: Es ging auch vom Sound her richtig die Post ab. Schnelle Stücke mit atemberaubender Dynamik und brillanten Geigen-Passagen wechselten sich mit gefühlvollen, fast balladesken Songs voller Gefühl, die ein wenig die Stimmung der irischen und schottischen Lebensart ausdrückten. Das Publikum fand es toll und dankte mit langem Applaus.

Zwischendrin brachten die Musiker immer mal kleine Sprüche und humorige Anekdoten auf der Bühne, sodass die Stimmung und der Kontakt der Band zum Publikum fast schon familiär war. Als dann noch Marco Neumann mit seiner „klingonischen Blockflöte“ abenteuerliche Klänge auf die Bühne zauberte und Marco und Marcus fast Arm in Arm einen A-Cappella-Song zelebrierten, stand das Publikum beinahe auf den Stühlen.

Ein toller und gelungener Abend in Völkersen, der Lust auf mehr macht.

Von Hans-ulrich Knopp

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