Waldheim stellt Wohnheim vor einem Jahr fertig / Zusammenarbeit mit MTV geplant

In Langwedel angekommen

Angekommen: Waldheim-Vorstand Carl-Georg Issing (li.) setzte die Mitglieder der SPD-Delegation ins Bild.
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Angekommen: Waldheim-Vorstand Carl-Georg Issing (li.) setzte die Mitglieder der SPD-Delegation ins Bild.

Im Juni 2020 wurde das neue Wohnheim der Stiftung Waldheim in Langwedel offiziell fertig. Menschen mit Handicap leben hier im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Ort. Allerdings ist das mit der Inklusion in Corona-Zeiten gar keine so einfache Sache. Aber man plant auch schon ganz konkret eine Zusammenarbeit mit dem MTV Langwedel.

Langwedel – Eine Delegation der SPD Langwedel/Etelsen stattete jetzt dem neuen Wohnheim der Stiftung Waldheim in Langwedel einen Willkommensbesuch ab. Dort begrüßte Carl-Georg Issing, Vorstand der Waldheim Gruppe, neben dem SPD-Vorsitzenden Bernd Michallik und Langwedels Ortsbürgermeister Marco Behrmann auch einige Kandidaten für den Gemeinderat.

Carl-Georg Issing, seit 2007 Vorstand der Stiftung Waldheim, erinnerte an den Bau des Wohnhauses in Langwedel, für das im Dezember 2018 die Baugenehmigung vorlag. Das Haus sollte sich an die Umgebung anpassen, so lauteten die Planungen – doch diese hat sich total verändert. Wo vor gar nicht so langer Zeit noch ein Bauernhaus aus rotem Backstein stand, zu dem eine Weide gehörte, stehen jetzt drei Wohnblöcke.

Doch das neue Waldheim-Wohnhaus, das am 30. Juni 2020 offiziell fertiggestellt wurde, passt zweifelsohne auch in diese neue Umgebung. Nach und nach wurden die Wohnräume bezogen, 27 von 28 Wohnplätzen sind aktuell belegt. Jede Bewohnerin, jeder Bewohner hat ein Einzelzimmer, lediglich das Bad wird von zwei Bewohnern genutzt, deren Zimmer durch das Bad getrennt sind.

„Dieser neue Standort an der Gemeindestraße Im Ort ist optimal im Zentrum, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner ortsnah einkaufen können. Das Wohnhaus ist kein Fremdkörper in der Gemeinde“, stellte Issing fest.

Vier Wohngemeinschaften gibt es in dem Haus. Die Bewohnerinnen und Bewohner arbeiten teilweise in der Lebenshilfe Dauelsen oder in den Waldheim-Werkstätten, sie werden aber auch in der Senioren-Tagesstätte des Waldheims beschäftigt.

„Eine Wohngruppe ist einer Familie gleichzusetzen“, erläuterte Carl-Georg Issing. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch in diesem schwierigen Corona-Jahr kaum gefehlt hätten.

„Der Krankenstand war geringer als in den Vorjahren, woran man die hohe Motivation in der anspruchsvollen Zeit erkennen kann“, warf Dieter Haase ein. Der ehemalige Vorstand der Waldheim Gruppe saß für die SPD im Gemeinderat.

Carl-Georg Issing betonte, dass sich die Neu-Langwedeler gleich willkommen gefühlt hätten, und dass es keine Probleme mit den Nachbarn gäbe.

Bei einem Rundgang um das Wohnhaus staunten die Besucher über die große Fläche hinter dem Haus, die jetzt als Blumenwiese eine Augenweide ist. „Hier ist ein Doppelhaus geplant“ so Issing, der auch allgemeine Information für die Gäste parat hatte.

Der Vorstand erläuterte, dass in der Stiftung Waldheim 350 Bewohnerinnen und Bewohner leben. Hinzu kommen 150 Plätze für ambulantes Wohnen. Es gibt 800 Mitarbeiter in vielen verschiedenen Berufsfeldern.

Erklärtes Ziel der Waldheim Gruppe sei es, den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu schaffen. Zur Gruppe gehören die Stiftung Waldheim Cluvenhagen, die Helene-Grulke-Schule, die Waldheim-Werkstätten Achim/Oyten, der Albertushof in Delmenhorst sowie Beratungs- und Begegnungsstätten in den Landkreisen Verden, Diepholz, Oldenburg und der Stadt Delmenhorst. „Im Etat der Stiftung stehen 82 Prozent Personalkosten“ so Carl-Georg Issing.

Die Inklusion wird in der Stiftung Waldheim großgeschrieben, damit niemand ausgeschlossen ist, ob mit oder ohne Behinderung. Daher gibt es Kooperationen mit mehreren Schulen im gesamten Landkreis. Auch mit den Sportvereinen ist eine Zusammenarbeit geplant.

Langwedels Ortsbürgermeister Marco Behrmann, der auch Vorsitzender des MTV Langwedel ist, erläuterte, dass mit verschiedenen Übungsleiterinnen und -leitern ein breites Sportangebot in Planung sei. „Wir sind froh, ein Teil der Integration zu sein“, so Behrmann. Immerhin ist es vom Waldheim-Wohnhaus zu den MTV-Sportstätten auch nur ein kurzer Weg.  whu

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